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Der Lasagne-Effekt beim Strom­verbrauch

Lesezeit: 2 Minuten

Das italienische Pasta-Gericht Lasagne ist zwar lecker, aber auch aufwendig in der Zubereitung. Um Zeit zu sparen, wird die Lasagne gerne schon am Vorabend gekocht, um sich am nächsten Tag auf sein Mittagessen im Büro zu freuen. Stromverbraucher kochen auch gerne vor – nämlich dann, wenn es attraktive Preise auf dem Markt gibt. Das hat das Austrian Institute of Technology (AIT) mit ihrem „Leafs-Projekt“ erforscht.

Flexibilität in der Stromzukunft gewinnt an Wichtigkeit

Leafs steht für “Integration of Loads and Electric Storage Systems into Advanced Flexibility Schemes for LV Networks” und ist das Leitprojekt des Österreichischen Klima- und Energiefonds unter der Leitung des AIT. Grund für das Leafs-Projekt: Die Zukunft des Stroms wird regenerativ und flexibel. In der Studie, an der über 13.000 Verbraucher teilnahmen, wurde überprüft, inwieweit dezentrale Speicher und Lastflexibilität sich auf Konsumenten oder den Strommarkt auswirken. Erneuerbare Energien haben nämlich einen bedeutenden Einfluss auf die Stromnetze über sämtliche Spannungsebenen hinweg; von der Hochspannungsebene bis hin zur Niederspannungsebene.

Der wachsende Zubau von Photovoltaik-Anlagen (PV) und die Nutzung zusätzlicher elektrischer Verbraucher wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge bringen den Bedarf an Flexibilität mit sich. Hier kommen insbesondere Stromspeicher ins Spiel, mit denen selbst erzeugter Strom lokal gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt für Eigenbedarf verwendet werden kann.

Um diese Flexibilitäten optimal nutzen und steuern zu können, wurde das Leafs-Projekt auf die Beine gestellt. Das österreichische Konsortium aus Netzbetreibern, Komponentenherstellern und Forschungsinstitutionen erstellen Technologien und Strategien zur Koordination und Etablierung des intelligenten Stromnetzes (Smart Grid).

Neben den technologischen Entwicklungen im Leafs-Projekt wird untersucht, wie man Stromkonsumenten dazu motivieren kann, ihren Verbrauch an die sich stetig wechselnden Lastspitzen anzupassen und so die Energiewende aktiv mitzugestalten.

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Attraktive Preise verändern das Verhalten des Strom­verbrauchs

Bei der „energy2050“-Tagung in Fuschl (Salzburg) teilte das AIT mit, dass bei einem Projekt, an dem über 13.000 Kunden aktiv teilnahmen, durch einen Sonnenbonus fünf Prozent des Bedarfs in Zeiten mit reichlich Sonneneinstrahlung und einem damit einhergehenden Stromüberschuss verlagert werden konnten. Zu diesen Zeiten war der Strom günstiger und damit für Kunden attraktiver, so dass sie bereit waren, ihren Stromverbrauch anzupassen und die Lasagne quasi „vorkochen“.

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Nareh Khoorshidian

Nareh Khoorshidian

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