Erneuerbare Energien

Energieträger, die „unendlich“ zur Verfügung stehen und sich sehr schnell erneuern, werden als erneuerbare Energien oder auch regenerative Energien bezeichnet. Damit unterscheiden sie sich von fossilen Energiequellen, die sich sehr langsam regenerieren und auf endliche Ressourcen zurückgreifen.

Quellen der erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energiequellen sind viel energieeffizienter als fossile Energiequellen. Das bedeutet, dass die Verluste, sowohl quantitativ als auch qualitativ, die bei der Energiegewinnung, -speicherung und dem -transport entstehen, um ein Vielfaches geringer sind als bei fossilen Energieträgern. Abgesehen davon gehören regenerative Energieträger zum wichtigsten Baustein der nachhaltigen Energiepolitik und demnach auch zur Energiewende. Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Sonnenenergie und Windenergie gehören zu den erneuerbaren Energien.

Förderung von eneuerbaren Energien

Der aus erneuerbaren Energiequellen gewonnene Grünstrom wird weltweit gefördert und vorangetrieben. In Deutschland wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verabschiedet, um die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz zu bevorzugen. Damit mehr EE-Anlagen gebaut und die Betreiber von EE-Anlagen gewinnbringende Chancen auf dem Strommarkt haben, wurden feste Einspeisevergütungen und das Marktprämienmodell mit der Direktvermarktung eingeführt.

Gründe für die Nutzung erneuerbarer Energien

Durch die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen hat sich die Energiewirtschaft gewandelt. Statt Strom in Großkraftwerken zu erzeugen, steigt die Erzeugung in kleineren dezentralen Anlagen, die sich zu virtuellen Kraftwerken zusammenschließen. Gründe für erneuerbare Energien sind:

  • Der Klimaschutz durch den verminderten Ausstoß von CO2 – als Beispiel: Eine Photovoltaik-Anlage (PV) stößt 29,2 g CO2 pro kWh aus, ein Steinkohlekraftwerk hingegen 750-1050 g CO2 pro kWh
  • Die Vergänglichkeit fossiler Energiequellen
  • Verkürzte Transportwege, da keinerlei Brennstoffe wie Kohle transportiert werden müssen und es keine Gas-Pipelines mehr braucht
  • Erleichterung der KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) durch kleinere Kraftwerke, da bei der Stromerzeugung die Abwärmenutzung kombiniert wird. Großkraftwerke nutzen die Abwärme hingegen nicht
  • Schaffung weiterer Arbeitsplätze durch die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von EE-Anlagen in der Region
  • Größerer Wettbewerb am Energiemarkt durch die vielen kleinen Anlagen