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Reststromtarif: Lösung statt Beschränkung des Eigenverbrauchs

Lesezeit: 3 Minuten

Warum hat die Frage, ob Kunden ihre Erneuerbare-Energien-Anlage zur Deckung des Eigenbedarfs einsetzen möchten, eine Relevanz für den Strompreis des Kunden? 

Wenn Kunden eine Erneuerbare-Energien-Anlage zum Eigenbedarf nutzen möchten, dürfen sie das bei vielen Lieferanten gar nicht oder nur in geringem Umfang bzw. haben dadurch gegebenenfalls preisliche Nachteile.

Warum ist das so? Der Stromlieferant erstellt auf Basis von historischen Lastgängen seines Kunden Prognosen für dessen zukünftigen Lastverlauf. Diese Prognosen werden im Rahmen des Bilanzkreismanagements zwischen den Lieferanten bereitgestellt und über die Strombörse ausgeglichen. Lesen Sie zur genaueren Erläuterung unseren Glossarbeitrag ‚Bilanzkreis‘.

Sobald ein Kunde eine Erneuerbare-Energien-Anlage baut und diese zur Deckung seines Eigenbedarfs nutzt, ist sein Lastvorgang für den Lieferanten schlechter planbar. Die Kalkulation eines festen Preises über die gesamte Vertragslaufzeit des Kunden ist somit schwierig. Als Ausgleich kalkuliert er in Folge für den Kunden weitere Risikozuschläge ein – der Strompreis des Kunden steigt.

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Wo erfährt der Kunde, ob es seitens der Stromlieferanten Beschränkungen bezüglich des Eigenverbrauchs gibt?

In der Regel gibt es in den AGB des Stromlieferanten eine Klausel, die eine Beschränkung vorsieht. Ein gründlicher Blick in die AGB seines Lieferanten lohnt sich somit für jeden, der eine Anlage zur regenerativen Stromerzeugung bauen und den erzeugten Strom zur Eigenbedarfsdeckung nutzen möchte. Industriekunden können nur in seltenen Fällen die AGB ihres Stromlieferanten vor Angebotsanfrage online einsehen, da es sich dabei um Sonderverträge handelt. Ihnen werden die AGB bei Vertragsabschluss dem Vertrag beigelegt. Privat- oder Geschäftskunden werden hingegen häufig auch online fündig.

Bedeutet eine Beschränkung immer direkt eine Preissteigerung durch den Stromlieferanten? 

Neben Strompreissteigerungen durch Risikozuschläge kann der Stromlieferant auch durch eine Passage in seinen AGB den Einsatz einer Erneuerbare-Energien-Anlage zur Deckung des Eigenbedarfs beschränken. Beispielsweise kann das bedeuten, dass der Kunde nur bis zu 10% seines Gesamtstromlieferbedarfs durch den Einsatz seiner Anlage abdecken darf. Den Großteil des Stroms muss er hingegen über den Stromlieferanten beziehen und kann folglich den Rest seines selbst erzeugten Stroms „nur“ in das Netz einspeisen. Auch auf diese Weise schützen sich viele Lieferanten vor großen Planungsunsicherheiten.

Gibt es Alternativen zu einer AGB-Beschränkung? 

Verbrauchern, die ihren erzeugten Strom aus der eigenen Erneuerbare-Energien-Anlage für den Eigenbedarf einsetzen wollen, ohne dabei erhöhte Risikozuschläge zu zahlen oder einer Beschränkung des Eigenverbrauchs zu unterliegen, bietet unser optimierter Reststromtarif eine gute Alternative. Bei unserem Tarif haben wir keine Beschränkung und sie können somit ihre Erneuerbare-Energien-Anlage frei von AGB-Zwängen für den Eigenbedarf nutzen.

Wie funktioniert die Eigenverbrauchsdeckung über den Reststromtarif?

Die Stromproduktion einer Erneuerbare-Energien-Anlage ist in der Regel stark witterungsabhängig. Gleichzeitig schwankt auch der Stromverbrauch. Abhängig von Uhrzeit, Witterung und weiteren Faktoren kann es somit zu zwei Fällen kommen.

  1. Es wird weniger Strom produziert als verbraucht. Für Besitzer einer Photovoltaikanlage ist das häufig abends der Fall, wenn die Sonne untergeht und dafür im Haus viele Lichter angeschaltet werden. In diesem Fall muss Strom, sogenannter Reststrom, vom öffentlichen Netz bezogen werden. Diesen Strom können wir liefern, um so den Strombetrieb einwandfrei weiterlaufen zu lassen.
    Unser Reststromtarif verzichtet dabei auf die oben genannten Risikozuschläge. Stattdessen bietet der Tarif dem Kunden die Möglichkeit, ohne zusätzlichen Aufwand an der tatsächlichen Strompreisentwicklung des Spotmarktes teilzuhaben.

  2. Es wird mehr Strom produziert als zu dem Zeitpunkt benötigt. In diesem zweiten Fall muss der überschüssige Strom in das Netz eingespeist werden, um somit anderen Verbrauchern zur Verfügung zu stehen. Über die Strom Direktvermarktung wird der erzeugte Strom optimal an der Strombörse vermarktet und der Anlagenbesitzer erhält folglich eine Vergütung für jede eingespeiste kWh.

Als Ihr Partner liefern wir Ihnen beides aus einer Hand. Fordern Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot an für den Reststromtarif und die Direktvermarktung.

Sie haben noch Fragen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

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Verena Dreher

Verena Dreher

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