Strom Spotmarkt

Lesezeit: 2 Minuten
Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email

Was ist der Strom Spotmarkt?

Strom wird entweder auf dem Spotmarkt oder auf dem Termin­markt verkauft und einge­kauft. Der Spotmarkt nennt sich EPEX Spot und sitzt in Paris. Die EPEX Spot belie­fert neben Deutsch­land auch Frank­reich, Öster­reich und die Schweiz. Auf dem Spotmarkt wird kurzfristig liefer­barer Strom gehan­delt. Das bedeutet, dass über den Spotmarkt die Optimie­rung des Erzeu­gungs- oder Verbrauchs­port­folio für den nächsten Tag erfolgt. Der Strom kann auf einer 15-minütige Basis einge­kauft und wieder­ver­kauft werden. Die Produk­tion von Strom aus erneu­er­baren Energie-Anlagen (z.B. Photo­vol­taik-Anlagen) hängt vom Wetter ab und ist damit konti­nu­ier­li­chen Schwan­kungen unter­worfen. Diese Schwan­kungen wirken sich auf die Strom­preise am Spotmarkt aus.

Was ist der Unter­schied zwischen Day-Ahead- und Intraday-Markt?

Mit den am Spotmarkt gehan­delten Trans­ak­tionen kann der Strom­händler den eigenen Bilanz­kreis jede 15 Minuten für den Folgetag ausglei­chen. Auf dem Spotmarkt wir zwischen zwei Märkten unter­schieden:

  • Der Day-Ahead-Markt dient dazu, Strom­ge­schäfte für den morgigen Tag abzuschließen. Für jede Stunde des Folge­tags können Strom­lie­fe­rungen verstei­gert und erstei­gert werden. Dabei müssen die Gebote bis 12 Uhr auf dem Markt platziert worden sein. Aus Angebot und Nachfrage wird im Anschluss der Markt­preis für den Folgetag abgeleitet.
  • Auf dem Intraday-Markt wird der Strom konti­nu­ier­lich für den laufenden Tag Strom gehan­delt.

Kurzfristig oder langfristig?

Im Gegen­satz zum Spotmarkt, auf dem der Strom kurzfristig gehan­delt wird, schließen auf dem Termin­markt Strom­ein­käufer und Großab­nehmer langfris­tige Liefer­ver­träge für Strom ab, welche eine Laufzeit von bis zu einem Jahr haben können. Im Gegen­satz zum Spotmarkt kann hier im Voraus geplant werden. An einem Tag wird der Strom bereits für die Zukunft zu einem Festpreis gekauft. Der Käufer sichert sich somit gegen Preis­än­de­rungen ab. Der Nachteil jedoch ist, dass die Preise auf dem Termin­markt einen Risiko­auf­schlag haben. Schließ­lich wird Strom zum Festpreis für eine lange Zeit gelie­fert, auch wenn sich der Börsen­preis drastisch ändern sollte. Tritt dieses Szenario ein und der Börsen­preis sinkt, hat der Strom­ein­käufer im Endef­fekt keinen Vorteil mehr.

Welche Vorteile bietet der Spotmarkt?

Die Gewin­nung von erneu­er­baren Energien hängt stark vom Wetter ab. Um einen Vorteil am Spotmarkt zu haben, sollte der Strom stets zur richtigen Zeit gehan­delt werden. Es ist ratsam, einen erfah­renen Strom­ver­sorger wie beispiels­weise einen Direkt­ver­markter an seiner Seite zu haben, der den Handel am Sport­markt übernimmt. Schließ­lich enthalten Spotmarkt­preise im Gegen­satz zu Termin­markt­preisen keine Risiko­auf­schläge.

Virtuelles Kraftwerk der EnBW

Virtuelles Kraftwerk der EnBW

Newsletter abonnieren
und mehr erfahren

Diese Themen könnten Sie interessieren:

Windenergie

Was ist Windenergie? Unter Windenergie versteht man die Nutzung der Bewegungs­en­ergie von Luftströ­mungen zur Erzeu­gung elektri­scher Energie. Die kineti­sche Energie der Luftmassen entsteht durch die

Wind­kraftanlage

Die Windenergie, auch Windkraft genannt, nutzt den Wind als erneu­er­bare Energie­quelle. Schon vor langer Zeit nutzte der Mensch Windmühlen, um Maschinen direkt vor Ort anzutreiben.

White-Label

Neben Co-Branding und einer Vermitt­lungs­part­ner­schaft bietet das Virtu­elle Kraft­werk der EnBW auch ein White Label Koope­ra­ti­ons­mo­dell für Energie­ver­sorger an. Dieser Beitrag soll Aufschluss darüber geben,

Jetzt für den Newsletter anmelden