Virtu­elles Kraft­werk

Lesezeit: 2 Minuten
Share on facebook
Share on linkedin
Share on twitter
Share on email
Ein Virtu­elles Kraft­werk kann als Schwarm dezen­traler Strom­erzeuger betrachtet werden. Das bedeutet, dass sich kleine dezen­trale Einheiten der Strom­erzeu­gung zusam­men­schalten und über eine zentrale Instanz koordi­niert und kontrol­liert werden. Diese Strom­erzeu­gungs­an­lagen können Photo­vol­ta­ik­an­lagen (PV), Wasser­kraft­an­lagen, Windener­gie­an­lagen, Biogas­an­lagen oder Block­heiz­kraft­werke sein. Ein Virtu­elles Kraft­werk ersetzt somit Großkraft­werke und gewähr­leistet eine verläss­liche Strom­ver­sor­gung.

Effizienz von Virtu­ellen Kraft­werken

Durch die Zusam­men­schal­tung einzelner Anlagen kann ein Virtu­elles Kraft­werk Syner­gien nutzen. Wenn beispiels­weise eine PV-Anlage und eine Windener­gie­an­lage zu einem Virtu­ellen Kraft­werk verknüpft werden, kann der Solar­strom genutzt werden, wenn kein Wind weht und umgekehrt. Wenn beide Anlagen Strom aus erneu­er­baren Energien erzeugen, kann die überschüs­sige Energie gespei­chert werden.Sollte jedoch weder Wind wehen noch die Sonne scheinen, wird weniger Energie in das Virtu­elle Kraft­werk einge­speist. Aus diesem Grund sind Strom­erzeu­gungs­an­lagen mit regel­baren Energie­trä­gern (Biogas­an­lagen, Wasser­kraft- und Block­heiz­kraft­werke) genauso wichtig wie die mit volatilen Energie­trä­gern (PV-Anlagen, Windkraft­an­lagen). Je mehr Anlagen sich zusam­men­schließen, desto effizi­enter ist das Virtu­elle Kraft­werk.

Fernsteu­er­bar­keit als Voraus­set­zung zur Teilnahme am Virtu­ellen Kraft­werk

Virtu­elle Kraft­werke sind sehr flexibel, da sie sich schnell an die vorhan­dene Strom­menge im Netz anpassen können. Dadurch kann der erzeugte Strom optimal an der Strom­börse angeboten werden. Die Strom­preise ändern sich täglich mehrmals. Diese Flexi­bi­lität unter­scheidet Virtu­elle Kraft­werke von Großkraft­werken, die dafür auf techni­scher Seite nicht gut genug ausge­stattet sind.Um diese Flexi­bi­lität zu gewähr­leisten, ist eine Fernsteu­er­bar­keit der Anlagen notwendig und auch Pflicht für Anlagen­be­treiber.

Virtu­elle Kraft­werke als Teil der Indus­trie 4.0

Durch die Entwick­lung der Virtu­ellen Kraft­werke mit ihren integrierten komplexen Techno­lo­gien hat sich die Energie­wirt­schaft bedeu­tend verän­dert. Mit Daten­ver­bin­dungen der dezen­tralen Anlagen zum virtu­ellen Kraft­werk können nicht nur Steue­rungs­mög­lich­keiten geschaffen, sondern auch exakte Energie­pro­gnosen für den Strom­handel aufge­stellt werden. So kann Strom genau dann verkauft werden, wenn die Nachfrage am höchsten ist und genau dann verbraucht werden, wenn er an der Börse am günstigsten ist. Für Strom­ver­brau­cher ist dieser Prozess kosten­spa­rend und für Anlagen­be­treiber gewinn­brin­gend. Die Software des Virtu­ellen Kraft­werks wickelt außerdem Aufgaben in der Anbah­nung und Durch­füh­rung für Geschäfte des Strom­han­dels ab.Mit den Virtu­ellen Kraft­werken liegt die Energie­ver­sor­gung in den Händen der Gesell­schaft. Die Energie­wende wird somit von Menschen für Menschen voran­ge­trieben. Virtu­elle Kraft­werke sind die Lösung für eine konven­tio­nelle, umwelt­freund­liche Energie­welt.
Virtuelles Kraftwerk der EnBW

Virtuelles Kraftwerk der EnBW

Newsletter abonnieren
und mehr erfahren

Diese Themen könnten Sie interessieren:

Windenergie

Was ist Windenergie? Unter Windenergie versteht man die Nutzung der Bewegungs­en­ergie von Luftströ­mungen zur Erzeu­gung elektri­scher Energie. Die kineti­sche Energie der Luftmassen entsteht durch die

Wind­kraftanlage

Die Windenergie, auch Windkraft genannt, nutzt den Wind als erneu­er­bare Energie­quelle. Schon vor langer Zeit nutzte der Mensch Windmühlen, um Maschinen direkt vor Ort anzutreiben.

White-Label

Neben Co-Branding und einer Vermitt­lungs­part­ner­schaft bietet das Virtu­elle Kraft­werk der EnBW auch ein White Label Koope­ra­ti­ons­mo­dell für Energie­ver­sorger an. Dieser Beitrag soll Aufschluss darüber geben,

Jetzt für den Newsletter anmelden