Skip to content

Grünstromzertifikate

Lesezeit: < 1 Minute

Inhaltsverzeichnis

Was sind Grünstromzertifikate?

Definition

Grünstromzertifikate, auch bekannt als Zertifikate für erneuerbare Energien oder Umweltattribut-Zertifikate, sind eine Art handelbares Zertifikat, das die Umwelteigenschaften einer Megawattstunde (MWh) Strom aus erneuerbaren Energiequellen darstellt.

Grünstromzertifikate können als Ausgleich für konventionellen, mit fossilen Brennstoffen erzeugten Strom verwendet werden, wodurch der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und anderen mit der Stromerzeugung verbundenen Schadstoffen verringert wird. Grünstromzertifikate werden in der Regel in Blöcken von 1 MWh (=1000 kWh) verkauft.

Die gebräuchlichste Art von Grünstromzertifikaten ist der Renewable Energy Credit (REC). RECs werden von der North American Electric Reliability Corporation (NERC) ausgegeben und an verschiedenen Börsen in den Vereinigten Staaten gehandelt. Mehr relevant für Europa sind die anderen Arten von Grünstromzertifikaten:

Herkunftsnachweise werden in der Regel von Energieversorgern ausgestellt, um dadurch z.B. der Verpflichtung nachzukommen, Ökostrom als solchen zu kennzeichnen. EACs dagegen können von jedem Unternehmen ausgestellt werden, das erneuerbare Energie in das Netz einspeist.

Ein Vorteil der Verwendung von Grünstromzertifikaten ist, dass sie zur Schaffung eines Marktes für erneuerbare Energien beitragen. Indem sie eine Nachfrage nach diesen Gutschriften schaffen, können Grünstromzertifikate dazu beitragen, Investitionen in neue Projekte für erneuerbare Energien zu fördern. Darüber hinaus können Grünstromzertifikate zur Unterstützung von Nachhaltigkeitsinitiativen von Unternehmen oder zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen eingesetzt werden.

Wie hilfreich war dieser Artikel?

Zum Bewerten auf die Sterne klicken

Durchschnittliche Bewertung 4.6 / 5. Anzahl Bewertungen: 82

Noch keine Bewertung, sei der Erste!

Bild von EnBW Virtuelles Kraftwerk

EnBW Virtuelles Kraftwerk

Newsletter abonnieren
und mehr erfahren

Diese Themen könnten Sie interessieren:
Kapazitaet
Energielexikon: Energiewissen kompakt & leicht verständlich
Kapazität

Lesezeit: < 1 minuteWas bedeutet die Kapazität eines Batteriespeichers? Die Kapazität eines Batteriespeichers beschreibt die Menge an elektrischer Energie, die der Speicher aufnehmen, speichern und wieder abgeben kann. Sie ist eine zentrale Kennzahl von Speichersystemen und gibt somit an wie viel Energie zur Verfügung steht.  Die Kapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben – meist jedoch in Kilowattstunden (kWh) oder Megawattstunden (MWh), da Batteriespeicher in der Praxis größere Energiemengen speichern.  Abgrenzung

Jetzt lesen
Round-Trip-Efficiency (RTE)
Energielexikon: Energiewissen kompakt & leicht verständlich
Round-Trip-Efficiency (RTE)

Lesezeit: < 1 minuteWas bedeutet die Round-Trip-Efficiency (RTE)? Die Round-Trip-Efficiency (RTE) beschreibt den Gesamtwirkungsgrad eines Energiespeichersystems, beispielsweise eines Batteriespeichers. Sie gibt an, welcher Anteil der ursprünglich eingespeicherten Energie nach einem vollständigen Lade- und Entladezyklus (Vollladezyklus) wieder nutzbar zur Verfügung steht.  Mit einer Formel lässt sich die Round-Trip-Efficiency wie folgt ausdrücken:  Round-Trip-Wirkungsgrad (%) = (Energieabgabe/​Energiezufuhr) × 100%  Zu beachten

Jetzt lesen
Depth of Discharge (DoD)
Energielexikon: Energiewissen kompakt & leicht verständlich
Depth of Discharge (DoD)

Lesezeit: 2 MinutenWas bedeutet die Depth of Discharge (DoD) bei Batteriespeichern? Die Depth of Discharge (DoD), auch als Entladetiefe bezeichnet, gibt den Prozentsatz der Kapazität einer Batterie an, der im Verhältnis zu seiner Nennkapazität entladen wurde. Sie zeigt, wie viel der maximal verfügbaren Kapazität tatsächlich genutzt wird, ohne dabei die Batterie zu schädigen und ist somit ein wichtiger Parameter bei Batteriespeichern.  

Jetzt lesen