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Strom­kenn­zeich­nung

Lesezeit: 2 Minuten

Die Strom­kenn­zeich­nung ist die Produkt­kenn­zeich­nung für Strom. Hierdurch soll der Verbrau­cher Infor­ma­tionen darüber erhalten können, wie der Strom erzeugt wurde. Hier kann man klassi­scher­weise zwischen Grünstrom und Graus­trom unter­scheiden. Die Angaben in der Strom­ab­rech­nung geben einen eher rechne­ri­schen Anhalts­punkt für die Strom­pro­duk­tion, da hier die physi­ka­li­schen Elektri­zi­täts­flüsse nicht berück­sich­tigt werden können.

Wozu benötigt man eine Stromkennzeichnung?

Grünstrom, oder auch Öko- bzw. Natur­strom genannt, hat in Deutsch­land bislang keine feste Defini­tion. Das Label Grünstrom gibt daher nicht unbedingt Aufschluss darüber, um welchen Strom es sich handelt. Es lässt zumeist ledig­lich erahnen, dass es sich um die Erzeu­gung durch Erneu­er­bare Energien handelt. Aber auch dort gibt es keine einheit­liche Defini­tion, denn teilweise werden Wasser­kraft­werke von Umwelt­or­ga­ni­sa­tionen aus den Erneu­er­baren Energien ausge­schlossen.
Diese unklaren Begriff­lich­keiten sorgen bei den Verbrau­chern für Ungewiss­heit, der entge­gen­ge­wirkt werden soll: Um nachvoll­ziehen zu können, wie der Strom, den der Endkunde erhält, produ­ziert wurde, gibt es in Deutsch­land eine Strom­kenn­zeich­nungs­pflicht. Diese Pflicht zur Strom­kenn­zeich­nung ist in §42 EnWG festge­legt. Durch die Strom­kenn­zeich­nung erhält der Kunde Infor­ma­tionen zur Strom­zu­sam­men­set­zung, aber nicht zwingend über die genaue Herkunft.

Wie wird der Strom gekennzeichnet?

Der Kunde erhält die Infor­ma­tionen über die Strom­zu­sam­men­set­zung in seiner Strom­ab­rech­nung. In der Abrech­nung werden EEG-finan­zierte erneu­er­bare Energien und sonstige erneu­er­bare Energien separat vonein­ander aufge­listet.
Dies geschieht aus dem Grund, dass der Ausbau der Erneu­er­baren Energien durch die EEG-Umlage vom Kunden direkt finan­ziert wird. Die EEG-Umlage ist gesetz­lich festge­setzt und wird durch jeden Strom­kunden (also auch Graus­trom-Kunden) bezahlt. Daher wird dieser getrennt von den sonstigen Erneu­er­baren Energien aufgelistet.

Was versteht man unter Herkunfts­nach­weisen (HKNs)?

Herkunfts­nach­weise sind elektro­ni­sche Dokumente, welche die Herkunft von Strom aus Erneu­er­baren Energien beschei­nigen. Ein HKN entspricht hierbei 1 MWh (1.000 kWh) Strom aus Erneu­er­baren Energien. Die Herkunfts­nach­weise werden nur dann ausge­stellt, wenn der Strom durch Erneu­er­bare Energien erzeugt, ins Strom­netz einge­speist und keine Förde­rung (z.B. Einspei­se­ver­gü­tung) erhalten hat. Strom­lie­fe­ranten können diese HKNs zukaufen, um dem Kunden ein Grünstrom­pro­dukt zu bieten.
Wenn der Strom an die Letzt­kunden gelie­fert wurde, wird die entspre­chende Menge an HKNs entwertet. Nach der Entwer­tung kann ein Herkunfts­nach­weis nicht mehr genutzt werden.

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Pierre Fees, Head of Sales

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