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Die Schlüs­sel­rolle von Anlagen­zer­ti­fi­katen: Netzan­schluss und Betrieb von Photo­vol­ta­ik­an­lagen in Deutschland

Lesezeit: 3 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Die Heraus­for­de­rungen für Betrei­bende von PV-Anlagen

Die heutigen Betreiber*innen von Photo­vol­ta­ik­an­lagen stehen vor einer Vielzahl von Heraus­for­de­rungen, darunter stren­gere und sich ändernde regula­to­ri­sche Vorgaben. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf Anlagen­zer­ti­fi­kate, die eine entschei­dende Rolle für den Betrieb solcher Anlagen spielen.

Die Bedeu­tung von Anlagen­zer­ti­fi­katen für den Netzanschluss

Für den Netzan­schluss von Strom­erzeu­gungs- und Speicher­an­lagen in Deutsch­land ist ein Nachweis gemäß den Netzan­schluss­re­geln von einer akkre­di­tierten und zugelas­senen Zerti­fi­zie­rungs­stelle erfor­der­lich. Anschlussnehmer*innen von Photo­vol­ta­ik­an­lagen müssen verschie­dene Zerti­fi­zie­rungen und Erklä­rungen vorlegen. In vielen Fällen ist zunächst ein Anlagen­zer­ti­fikat erforderlich.

Allge­meine Defini­tion von Anlagenzertifikaten

Die Anlagen­zer­ti­fi­zie­rung ist eine projekt­spe­zi­fi­sche Bewer­tung, die feststellt, ob eine Erzeu­gungs­an­lage mit ihren Kompo­nenten die Voraus­set­zungen für den Netzan­schluss erfüllt. Diese Bewer­tung richtet sich nach den Netzge­ge­ben­heiten und den Anfor­de­rungen des Netzbe­trei­bers. In Deutsch­land wird die Anlagen­zer­ti­fi­zie­rung im Mittel­span­nungs­be­reich obliga­to­risch, sobald eine Anschluss­leis­tung von 135 kW erreicht wird. Die Vorgaben des Netzbe­trei­bers werden in einem “Netzbe­trei­ber­ab­fra­ge­bogen (Vordruck E.9)” dokumen­tiert und müssen während der Zerti­fi­zie­rung nachge­wiesen werden.

Verschie­dene Arten von Anlagenzertifikaten

Anlagen­zer­ti­fikat Typ A 


Dieses Standard-Anlagen­zer­ti­fikat Typ A gilt für Anlagen, die nach dem 27. April 2019 geneh­migt wurden und eine Anschluss­leis­tung von über 950 kW (maximale Wirkleis­tung) haben. Es bestä­tigt die Einhal­tung der Richt­li­nien VDE-AR-N 4110 (Mittel­span­nung) oder VDE-AR-N 4120 (Hochspan­nung). Das Anlagen­zer­ti­fikat A sichert den netzkon­formen Betrieb und die Vergü­tung der Anlage. 

Anlagen­zer­ti­fikat Typ B | Verein­fachtes Anlagenzertifikat

Das verein­fachte Anlagen­zer­ti­fikat, auch Anlagen­zer­ti­fikat B genannt, gilt für Anlagen mit einer Wirkleis­tung zwischen 135 kW und 950 kW. Es bestä­tigt die Einhal­tung der Netzan­schluss­re­geln gemäß VDE-AR-N 4110 oder VDE-AR-N 4105 für Niederspannungsanschlüsse. 

Anlagen­zer­ti­fikat Typ C 


Das Anlagen­zer­ti­fikat Typ C wird angewendet, wenn für die Erzeu­gungs­ein­heit kein gültiges Einhei­ten­zer­ti­fikat vorliegt. Es folgt einem zweistu­figen Verfahren über das Anlagen­zer­ti­fikat C und eine erwei­terte Konformitätserklärung. 

Unter­stüt­zung bei der Zerti­fi­zie­rung mit digitalen Tools

Die Bundes­re­gie­rung hat erkannt, dass die Zerti­fi­zie­rung ein bedeu­tendes Hindernis für den Ausbau von PV-Anlagen darstellt und plant einige wichtige Änderungen. Künftig wird ein Anlagen­zer­ti­fikat erst ab einer Einspei­se­leis­tung von 270 kW oder einer instal­lierten Leistung von 500 kW erfor­der­lich sein, gemäß der Photo­vol­ta­ik­stra­tegie des BMWK. Einige Anlagen werden von den Verein­fa­chungen im Zerti­fi­zie­rungs­pro­zess profi­tieren, während größere Anlagen weiterhin den regulären Aufwand auf sich nehmen müssen.

Eine Lösung: Die innova­tive Platt­form certflow

Der steinige Weg zur Erlan­gung eines Anlagen­zer­ti­fi­kats Typ B kann jedoch durch die Nutzung von digitalen Tools wie certflow verkürzt werden. Die Software unter­stützt Fach- und Instal­la­ti­ons­be­triebe sowie Anlagen­be­treiber effizient bei der Bewäl­ti­gung des VDE 4110 Verfah­rens zum Netzan­schluss größerer Photo­vol­ta­ik­an­lagen an das Mittel­span­nungs­netz. Dabei sind Plausi­bi­li­täts­prü­fungen und Konfor­mi­täts­er­klä­rungen in den Prozess integriert. Die digitale Platt­form bietet einen klaren und struk­tu­rierten Ablauf, der die Nutzer*innen durch den komplexen Zerti­fi­zie­rungs­pro­zess führt. Dadurch können Zerti­fi­zie­rungen erheb­lich schneller abgeschlossen werden, was nicht nur Zeit, sondern auch Geld spart. Auf diese Weise kann das enorme Poten­zial von Photo­vol­ta­ik­an­lagen auf den Dächern von Gewerbe- und Indus­trie­un­ter­nehmen leichter und schneller erschlossen werden.

Fazit: Unver­zicht­bare Anlagen­zer­ti­fi­kate für den erfolg­rei­chen Betrieb

Insge­samt sind Anlagen­zer­ti­fi­kate ein wichtiger Bestand­teil, um die Netzkon­for­mität und den reibungs­losen Betrieb von Erzeu­gungs­an­lagen sicher­zu­stellen. Sie bestä­tigen die Einhal­tung der relevanten Netzan­schluss­re­geln und sind in verschie­denen Varianten verfügbar, je nach Anlagen­leis­tung und Zerti­fi­zie­rungs­be­darf. Digitale Tools wie certflow tragen dazu bei, den komplexen Prozess der Anlagen­zer­ti­fi­zie­rung zu verein­fa­chen und Photo­vol­ta­ik­an­lagen schneller ans Netz zu bringen.

Dieser Artikel ist in Zusam­men­ar­beit mit certflow entstanden.

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