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Die Zukunft ist erneu­erbar: Eine neue Ära der Energieerzeugung

Lesezeit: 9 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Quick Facts: Zukunft der Erneu­er­baren Energien

Ökostrom Anteil steigt stark

Der Anteil erneu­er­barer Energien am deutschen Brutto­strom­ver­brauch ist im ersten Halbjahr des Jahres 2023 erstmals auf mehr als 50 Prozent gestiegen - Tendenz steigend. 

Bahnbre­chende Technologien

Innova­tionen in der Techno­logie für erneu­er­bare Energie haben in den letzten Jahren erheb­liche Fortschritte ermög­licht und das Poten­zial dieser nachhal­tigen Energie­quellen weiter ausgebaut. 

Speicher auf dem Vormarsch

Sie sind essen­tiell für die Energie­wende, da Erneu­er­bare Energien (EE) in vielen Fällen stark witte­rungs­ab­hängig sind und somit Speicher­ka­pa­zi­täten benötigt werden. 

Von der Solar­energie, die das unerschöpf­liche Poten­zial der Sonne nutzt, über die Windkraft, die uns mit grünerer Energie aus natür­li­chen Luftströ­mungen versorgt, bis hin zu dem Strom­spei­cher, in dem überschüs­sige Energie gespei­chert wird, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen, haben erneu­er­bare Energien bereits bewiesen, dass sie eine zuver­läs­sige und nachhal­tige Alter­na­tive zu fossilen Brenn­stoffen sind.

Aber das ist nur der Anfang. Die Vielfalt der erneu­er­baren Energien bietet uns eine breite Palette von Möglich­keiten, um unsere Energie­ver­sor­gung zu revolu­tio­nieren. Die Welt befindet sich in einem raschen Wandel und mit ihm verän­dern sich auch unsere Methoden zur Energie­er­zeu­gung und -nutzung. Erneu­er­bare Energien wie Wind, Sonne und Wasser­kraft haben sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Säulen der deutschen und globalen Energie­ver­sor­gung entwi­ckelt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Wir können grüne Energie, die aus einer unerschöpf­li­chen Quelle stammt und die Umwelt schont, nutzen. Die Zukunft der Energie­er­zeu­gung liegt im Bereich der erneu­er­baren Energien.

In den nächsten 10 Jahren wird die Energie­wende weiter voran­schreiten und die Erzeu­gung von erneu­er­baren Energien wird sich konti­nu­ier­lich erhöhen. Laut Daten von Statista vom März 2023 lag der Anteil erneu­er­barer Energien an der Strom­erzeu­gung in Deutsch­land bereits bei etwa 55,2%. Im Jahr 2022 betrug der Anteil der Strom­erzeu­gung aus Erneu­er­baren Energie­quellen am gesamten deutschen Brutto­strom­ver­brauch noch bei rund 46,2 Prozent. (Quelle: Monat­li­cher Anteil erneu­er­barer Energien an der Strom­erzeu­gung in Deutsch­land bis 2023 | Statista)

Immer mehr Unter­nehmen und Privat­haus­halte setzen auf erneu­er­bare Energien und inves­tieren in Techno­lo­gien, die eine effizi­en­tere Erzeu­gung und Nutzung von Energie ermög­li­chen. Diese Inves­ti­tionen zeigen bereits positive Auswir­kungen: Die Kosten für Solar­energie und Windenergie sinken konti­nu­ier­lich und werden schon bald ohne finan­zi­elle Unter­stüt­zung durch Subven­tionen wettbe­werbs­fähig im Vergleich zu fossilen Brenn­stoffen sein. (Quelle: Handels­blatt)

Die Energie­wende wird nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch die Kosten für die Energie­er­zeu­gung senken und neue Arbeits­plätze schaffen. Darüber hinaus wird sie den Weg für eine nachhal­tige und dezen­trale Energie­ver­sor­gung ebnen, die mehr Menschen auf der ganzen Welt Zugang zu Energie bietet. (Quellen: Erneu­er­bare Energien senken den Strom­preis deutlich! - Agentur für Erneu­er­bare Energien (unendlich-viel-energie.de) / Ausbau der erneu­er­baren Energien schafft Arbeits­plätze (rnd.de))

Zukunft der Solaranergie 

Der Zubau von erneu­er­baren Energien in Deutsch­land hat in den letzten Jahrzehnten ein beein­dru­ckendes Wachstum verzeichnet. 

Doch um diese rasante Entwick­lung noch mehr zu beschleu­nigen und dieses Poten­zial zu erschließen gibt es politi­sche Initia­tiven, wie die Einfüh­rung einer allge­meinen Solar­pflicht. Das Bundes­land Baden-Württem­berg geht dabei als Vorreiter voran und führt als erstes Bundes­land eine Solar­pflicht für Wohn- und Nicht-Wohnge­bäude ein. Seit Anfang 2023 gilt diese Pflicht auch für Sanie­rungen. Das bedeutet, dass Hausbe­sitzer nun verpflichtet sind, eine Solar­an­lage zu instal­lieren, wenn sie ihr Dach umfas­send sanieren lassen. Quelle: Photo­vol­taik-Pflicht für alle neuen Wohnge­bäude ab 1. Mai: Baden-Württemberg.de (baden-wuerttemberg.de) / Energie­mi­nister wollen PV-Pflicht für alle Neubauten - dhz.net (deutsche-handwerks-zeitung.de))

Heute haben wir das Glück, dass es unzäh­lige Arten von Photo­vol­ta­ik­lö­sungen gibt, die für jeden Einsatz­be­reich geeignet sind. Zum Beispiel die Kombi­na­tion von Solar­an­lagen und landwirt­schaft­li­chen Flächen, bekannt als Agri-PV, erfreut sich zuneh­mender Beliebt­heit. Auf solchen Feldern und Plantagen, auf denen gleich­zeitig Getreide oder Obst angebaut wird, bietet dies zahlreiche Vorteile. Die PV-Module dienen als Schutz­schild für die darunter wachsenden Pflanzen, indem sie sie vor schäd­li­chen Wetter­be­din­gungen wie Hagel, Stark­regen oder inten­siver Sonnen­ein­strah­lung bewahren. Neben der Nutzung von Dächern eröffnen auch Fassaden hervor­ra­gende Möglich­keiten zur platz­spa­renden Instal­la­tion von PV-Modulen.

Fortschritte im Bereich der Solar­pho­to­vol­taik: Bifaziale Solarmodule

Die Solar­energie ist eine äußerst kosten­güns­tige Techno­logie im Bereich erneu­er­barer Energien. Sie verwan­delt direkte Sonnen­en­ergie in elektri­sche Energie, indem Solar­zellen das Sonnen­licht einfangen und die darin enthal­tenen Elektronen in Bewegung versetzen, was zur Strom­erzeu­gung führt. In den vergan­genen Jahren konzen­trierten sich die Forschungen vor allem auf die Integra­tion von zweisei­tigen Modulen, die sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite Solar­zellen besitzen. Im Vergleich zu konven­tio­nellen einsei­tigen PV-Modulen, die nur auf einer Seite Sonnen­licht in elektri­sche Energie umwan­deln können, bieten bifaziale oder zweisei­tige Module den zusätz­li­chen Vorteil, auch das reflek­tierte Sonnen­licht von der Rückseite zu nutzen. Dies ermög­licht eine effizi­en­tere Ausnut­zung des verfüg­baren Sonnen­lichts und erhöht den Gesamt­ertrag der Solar­mo­dule. Durch die zusätz­liche Energie­ge­win­nung wird der Wirkungs­grad der Module erheb­lich gestei­gert. Unter optimalen Bedin­gungen kann ein zweisei­tiges Solar­modul typischer­weise zusätz­liche Erträge von 5 bis 15 % erzielen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die genaue Höhe des zusätz­li­chen Ertrags von verschie­denen Faktoren abhängt und daher variieren kann. (Quelle: Fraun­hofer ISE)

Nicht zu vergessen ist, dass die Rücksei­ten­strah­lung weniger effizient einge­fangen wird als die Vorder­sei­ten­strah­lung. Um diese Diffe­renz messbar zu machen, wurde der Bifazi­al­faktor einge­führt. Dieser Wert gibt an, wie groß der Unter­schied der Leistung (oder Wirkungs­grad) zwischen Vorder- und Rückseite ist.

Eine häufig verwen­dete Art von bifazialen Solar­zellen sind die PERC-Zellen, bei denen der Bifazi­al­faktor etwa 70 % beträgt. Das bedeutet, dass die Rückseite der Zelle ungefähr 70 % der Leistung der Vorder­seite erreicht. Allein mit dieser Techno­logie können bereits signi­fi­kante Effizi­enz­stei­ge­rungen im Vergleich zu gewöhn­li­chen Solar­zellen erzielt werden. Außerdem existieren auch die Hetero­junc­tion-Zellen. Sie liefern bemer­kens­werte Ergeb­nisse mit einem Bifazi­al­faktor von ca. 95 %. Diese Solar­zellen nutzen eine beson­dere Techno­logie, bei der auf dem Basis­ma­te­rial zwei dünne Schichten amorphes Silizium abgeschieden werden. (Quelle: Bifaziale Solar­mo­dule: Die Revolu­tion der Solar­technik? (solaranlage-mit-speicher.de)). Zur Herstel­lung des Kontakts auf beiden Seiten der Zelle wird ein trans­pa­rentes, leitfä­higes Oxid verwendet. Dies ermög­licht eine noch effizi­en­tere Nutzung des einfal­lenden Lichts von der Rückseite. 

Zusätz­lich eröffnet diese Techno­logie neue Anwen­dungs­mög­lich­keiten. Die Instal­la­tion von Solar­mo­dulen kann horizontal, vertikal oder sogar in schräger Ausrich­tung erfolgen. Wenn Module beispiels­weise auf Feldern instal­liert werden, bleibt die landwirt­schaft­liche Nutzung weiterhin erhalten. Die Ausrich­tung der Module nach Osten und Westen ermög­licht es, dass morgens und abends Licht auf die Zellen fällt.

Weiteres Beispiel: Floating PV 

Neben dem wachsenden Trend der Nutzung von bifazialen PV-Modulen sehen wirauch eine verstärkte Instal­la­tion von PV-Anlagen auf Wasser­flä­chen. Diese innova­tiven sogenannten Floating PV-Anlagen werden auf ruhigen Gewäs­sern mithilfe von schwim­menden Unter­kon­struk­tionen instal­liert. Durch Veran­ke­rung am Gewäs­ser­grund werden sowohl die PV-Module als auch die Wechsel­richter gegebe­nen­falls über schwim­mende Strom­lei­tungen mit dem Festland verbunden. Selbst mit Eisbil­dung oder Austrock­nung des Gewäs­sers kann man eine Instal­la­tion nicht zwingend ausschließen.

In Renchen befindet sich derzeit die größte schwim­mende Photo­vol­ta­ik­an­lage Deutsch­lands mit einer instal­lierten Leistung von 750 kWp, die von der EnBW-Tochter Erdgas Südwest errichtet wurde. Diese Anlage liegt auf einem Baggersee und bietet durch ihre Lage auf dem Wasser beson­dere Vorteile. Durch die Kühlung des Wassers besteht sogar die Möglich­keit eines erhöhten Energie­er­trags im Vergleich zu herkömm­li­chen Freiflä­chen- oder Dachanlagen.

Floating PV-Anlagen sind auch auf globaler Ebene stark im Kommen. China ist führend in der Instal­la­tion von schwim­menden PV-Anlagen. Einige der größten schwim­menden PV-Anlagen befinden sich hier, zum Beispiel der Longyangxia Dam Solar Park mit einer instal­lierten Leistung von 150 MWp.

Japan ist ein weiteres Land, das intensiv in Floating PV inves­tiert. Da hier nur begrenzter Platz für konven­tio­nelle Solar­an­lagen gibt, bieten schwim­mende PV-Systeme eine gute Alter­na­tive. Der Yamakura Dam Solar Park in der Präfektur Chiba ist eine der größten Floating PV-Anlagen in Japan mit einer instal­lierten Leistung von 13,7 MWp. Auch in Thailand wurde eine schwim­mende PV-Anlage im Sirind­horn Dam Solar Park mit einer Leistung von 45,4 MWp errichtet.

Obwohl die Verbrei­tung von Floating PV in Amerika im Vergleich zu Europa und Asien noch begrenzt ist, gibt es auch dort einige Projekte. Der Walden Pond Solar Park in Massa­chu­setts mit einer Leistung von 1,3 MWp ist ein Beispiel davon.
Die Poten­ziale der Solar­energie sind schier unerschöpf­lich. Mithilfe verschie­dener Arten von Photo­vol­ta­ik­an­lagen haben wir nicht nur die Möglich­keit unseren Energie­be­darf zu befrie­digen, sondern auch einen bedeu­tenden Beitrag zum Schutz des Klimas und zur Förde­rung der Energie­wende zu leisten. Es obliegt uns, dieses immense Poten­zial zu erkennen und die Entwick­lung der Solar­energie mit Bewusst­heit voranzutreiben.

Zukunft der Windenergie

Windenergie: Grund­pfeiler der nachhal­tigen Stromerzeugung 

Die Windenergie stellt zweifellos eine der wichtigsten Säulen für die Umset­zung der Energie­wende dar, wie bereits die bishe­rigen Zuwachs­raten deutlich zeigen. Der Ausbau der Windenergie an Land und auf See ist daher unerläss­lich, um den steigenden Strom­be­darf zu decken. Statt uns einfach dagegen zu stellen, ist es wichtig, aktiv mitzu­wirken und den Ausbau der Windenergie ressour­cen­scho­nend mitzugestalten.

Windenergie spielt eine bedeu­tende Rolle in der deutschen Strom­erzeu­gung aus mehreren Gründen. Einer dieser Gründe ist das große Poten­zial an Windres­sourcen in Deutsch­land, insbe­son­dere an der Nord- und Ostsee­küste sowie in einigen bergigen Regionen. Diese natür­li­chen Bedin­gungen bieten sicher­lich günstige Voraus­set­zungen für die Nutzung von Windenergie. Im Jahr 2022 wurden in Deutsch­land rund 124 Terawatt­stunden Strom aus Windkraft­an­lagen erzeugt. Das entspricht einem Anteil von rund 22% an der gesamten Brutto­strom­erzeu­gung in Deutsch­land. (Quelle: Statista)

Es ist von großer Bedeu­tung, den Fortschritt des EnBW Offshore-Windparks namens “He Dreiht” zu erwähnen. Die endgül­tige Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dung, die am 23. März 2023 getroffen wurde, ebnet somit den Weg für den Bau des größten EnBW Offshore-Windparks mit einer beein­dru­ckenden instal­lierten Leistung von 960 MWp. Der Windpark wird in einer Entfer­nung von etwa 85 km nordwest­lich von Borkum und etwa 110 km westlich von Helgo­land errichtet und voraus­sicht­lich Ende 2025 den kommer­zi­ellen Betrieb aufnehmen.
Nach der Fertig­stel­lung wird die EnBW sowohl die techni­sche und kaufmän­ni­sche Betriebs­füh­rung als auch die Wartung und Instand­hal­tung des Windparks übernehmen. Die Nähe zu den bereits existie­renden EnBW Offshore-Windparks “Hohe See” mit einer instal­lierten Leistung von 497 MWp und “Albatros” mit einer instal­lierten Leistung von 112 MWp wird der “He Dreiht” zugute­kommen, ebenso wie der bereits vorhan­dene Service-Hub in der Küsten­stadt Emden.

Gemäß dem Plan werden ca. 64 Turbinen der neuesten Genera­tion von Vestas instal­liert. Diese Turbinen gehören zu den leistungs­stärksten Anlagen, die derzeit in Betrieb sind, mit einer beein­dru­ckenden Nennleis­tung von 15 MWp. (Quelle: EnBW)

Neue Perspek­tiven im Offshore-Sektor: Floating Wind

Die Fortschritte in den Floating-Wind-Techno­lo­gien revolu­tio­nieren die Offshore-Windkraft­in­dus­trie und eröffnen ihr völlig neue Horizonte. Im Gegen­satz zu konven­tio­nellen Windtur­binen mit festen Funda­menten, die nur in Gewäs­sern mit einer Tiefe von bis zu ca. 60 Metern instal­liert werden können und dadurch die Auswahl der Stand­orte stark begrenzen, bieten schwim­mende Windtur­binen die Möglich­keit, auch in tieferen Gewäs­sern zu operieren. 

Der Großteil, ca. 80%, des weltweiten Poten­zials an Offshore-Windenergie befindet sich in Gewäs­sern, die tiefer als 60 Meter sind. Das bedeutet, dass wir bei unseren Bemühungen zur Dekar­bo­ni­sie­rung nach Möglich­keiten in diesen tieferen Gewäs­sern suchen müssen. Dank der fortschritt­li­chen Floating-Techno­logie können Windtur­binen auf innova­tiven schwim­menden Funda­menten errichtet werden, was es ermög­licht, sie auch in tiefen Gewäs­ser­re­gionen zu betreiben. Die Türme und Rotoren, die mitunter beträcht­liche Gewichte von mehreren hundert Tonnen aufweisen, werden durch robuste Stahl- und Beton­schwimm­körper über der Wasser­ober­fläche gehalten. Diese Schwimm­körper können eine Tiefe von bis zu 80 Metern errei­chen und sind durch Seile sicher am Meeres­boden verankert. 

Ein weiterer Vorteil der schwim­menden Funda­mente besteht darin, dass sie die Möglich­keit bieten, das Funda­ment und die gesamte Konstruk­tion der Windener­gie­an­lage (WEA) schwim­mend zum Standort zu trans­por­tieren. Die Offshore-Indus­trie hat im Jahr 2017 das weltweit erste kommer­zi­elle schwim­mende Offshore-Windpro­jekt, den Hywind Scotland-Windpark von Equinor/Masdar, mit 5 SGRE 6MW-Turbinen in Großbri­tan­nien reali­siert. Die derzeit größte schwim­mende Offshore-Windan­lage ist das 50 MW Kincar­dine-Projekt in Schott­land, das die Windfloat-Platt­form von Principal Power und fünf Vestas V164-9.5 MW-Turbinen nutzt (eine Produk­tion von MHI Vestas Offshore Wind A/S, Hersteller aus Dänemark). (Quelle: Report Global Wind Energy Council).

Diese wegwei­senden Projekte verdeut­li­chen eindrucks­voll das beein­dru­ckende Poten­zial der Floating-Wind-Techno­lo­gien und markieren einen bedeu­tenden Schritt in Richtung einer effizi­enten Nutzung der Offshore-Windenergie.

Geplante Neuinstallation von schwimmenden Windkraftanlagen weltweit in MW

Strom­spei­cher: Die Energie-Zukunft Deutschlands

Deutsch­lands Strom­be­darf wird immer mehr durch erneu­er­bare Energien wie Windkraft und Photo­vol­taik gedeckt. Aller­dings stellt die Erzeu­gung dieser Energie­formen eine Heraus­for­de­rung dar, da sie von der Verfüg­bar­keit von Sonne und Wind abhängig ist, die nicht konstant ist und nicht immer mit dem Strom­be­darf überein­stimmt. Dadurch entsteht eine Diskre­panz zwischen der Erzeu­gung und dem Bedarf an Strom. Um diese Schwan­kungen auszu­glei­chen und eine zuver­läs­sige Energie­ver­sor­gung sicher­zu­stellen, sind fortschritt­liche Speicher­tech­no­lo­gien von großer Bedeu­tung. Diese Techno­lo­gien ermög­li­chen es, überschüs­sigen Strom zu speichern, wenn er verfügbar ist, und ihn dann zu nutzen, wenn die Nachfrage höher ist. Durch den Einsatz von Speicher­sys­temen kann eine effizi­ente Nutzung der erneu­er­baren Energien und eine konti­nu­ier­liche Strom­ver­sor­gung gewähr­leistet werden.

Laut einer Studie des Fraun­hofer ISE sind sowohl dezen­trale als auch zentrale statio­näre Batte­rie­spei­cher in großem Umfang notwendig, um eine sichere Strom­ver­sor­gung zu gewähr­leisten. Bis zum Jahr 2030 wird nach Berech­nungen des Fraun­hofer-Insti­tuts für Solare Energie­sys­teme ISE eine elektri­sche Speicher­ka­pa­zität von etwa 100 GWhel benötigt, bis 2045 sogar fast das Doppelte. Das Fraun­hofer-Institut empfiehlt, Batte­rie­spei­cher an ehema­ligen Stand­orten von fossiler Energie­er­zeu­gung oder Atomkraft­werken zu errichten, da dort die bereits vorhan­dene Anschluss­leis­tung optimal genutzt werden kann. Dies trägt nicht nur zur effizi­enten Nutzung der Infra­struktur bei, sondern bietet auch Möglich­keiten zur Umwand­lung ehema­liger fossil- oder atomkraft­be­trie­bener Stand­orte in nachhal­tige Energie­zen­tren. (Quelle: Fraun­hofer ISE Kurzstudie: Batte­rie­groß­spei­cher an ehema­ligen Kraft­werks­stand­orten sinnvoll - Fraun­hofer ISE)

Kurzzeit- und Langzeitspeicher

Es gibt verschie­dene Katego­rien von Speicher­tech­no­lo­gien, die je nach Anwen­dung in Kurzzeit- und Langzeit­spei­cher unter­teilt werden können. Kurzzeit­spei­cher sind in der Lage, inner­halb eines Tages mehrfach Energie aufzu­nehmen und abzugeben. Sie haben eine gerin­gere Kapazität und dienen der schnellen Abdeckung kurzfris­tiger Energie­be­darfe.
Langzeit­spei­cher hingegen müssen in der Lage sein, elektri­sche Energie über mehrere Tage oder Wochen zu speichern. Weitere Infor­ma­tionen über das Thema Batte­rie­spei­cher finden Sie hier.

Es werden bereits verschie­dene Ansätze zur Speiche­rung von Energie entwi­ckelt, darunter Lithium-Ionen-Batte­rien, thermi­sche Energie­spei­cher und Organi­sche Flow-Batte­rien. Diese Techno­lo­gien bieten Lösungen für die Zwischen­spei­che­rung von Energie. Angesichts des steigenden Bedarfs sind jedoch konti­nu­ier­liche Innova­tionen gefragt, um effizi­en­tere und leistungs­fä­hi­gere Speicher­lö­sungen zu finden. Die Branche arbeitet intensiv daran, neue Wege zu erfor­schen und zu entwi­ckeln, um die Heraus­for­de­rungen der Energie­spei­che­rung zu bewäl­tigen. Ziel ist es, innova­tive und nachhal­tige Lösungen zu finden, die eine effizi­ente Zwischen­spei­che­rung und Nutzung von Energie ermöglichen.

EnBW hat erfolg­reich einen Solar­park mit integriertem Batte­rie­spei­cher in Betrieb genommen. Der Solar­park erstreckt sich entlang der A60 auf einer Fläche von 9,5 Hektar und verfügt über eine beein­dru­ckende instal­lierte Leistung von 7,6 MWp. Mit insge­samt 17.160 Solar­mo­dulen ist der Solar­park in der Lage, jährlich 8 Millionen Kilowatt­stunden Strom zu erzeugen.
Zusätz­lich trägt der Betrieb dieses Solar­parks dazu bei, jährlich etwa 5.000 Tonnen CO2-Emissionen zu vermeiden. Der Batte­rie­spei­cher, der Teil des Solar­parks ist, hat eine Kapazität von 2,7 MW und nutzt ausschließ­lich den lokal erzeugten PV-Strom. Dieser Solar­park mit Batte­rie­spei­cher ist ein heraus­ra­gendes Beispiel für die effizi­ente Nutzung erneu­er­barer Energie. (Quelle: EnBW)

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