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Regionale Direktvermarktung

Lesezeit: 2 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Was ist regionale Direktvermarktung?

Regionale Direktvermarktung bezieht sich auf die Vermarktung von Strom an Endkunden, die sich in räumlicher Nähe zur Stromerzeugungsanlage befinden. Im Vergleich zur herkömmlichen Direktvermarktung wird der eingespeiste Strom dabei nicht zum Handel an der Strombörse angeboten, sondern an Haushaltskunden, Gewerbetreibende und industrielle Großabnehmer verkauft, die im nahen Umkreis der Erzeugungsanlage angesiedelt sind. Der regionale Umkreis wird hier anhand des Stromsteuergesetzes (§12, Absatz 5) auf „Entnahmestellen in einem Radius von bis zu 4,5 Kilometern um die jeweilige Stromerzeugungseinheit“ festgelegt.

Schon innerhalb des Einsatzes der durch fossile Brennstoffe betriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) wird das Geschäftsmodell der regionalen Direktvermarktung seit vielen Jahren bereits praktiziert. Während der letzten Jahre sind jedoch im Zuge dessen auch vermehrt erneuerbare Energien auf der „Bildfläche“ erschienen: Hier wird der Strom, welcher mithilfe erneuerbarer Energien erzeugt wird, ebenfalls im nahen Umkreis der Erzeugungsanlage an Verbraucher geliefert.

Was sind die Vorteile regionaler Direktvermarktung?

Die räumliche Nähe zum persönlichen Stromversorger „aus der Nachbarschaft“ bietet den Vorteil, dass hierbei die Akzeptanz für die dezentrale Energieerzeugung auf Seiten der Endkunden bzw. der Bevölkerung im Allgemeinen gesteigert werden kann. Die Art und Weise der Herstellung von Strom kann somit „vor der Haustür“ der Stromverbraucher direkt greifbarer gemacht werden. Dieser persönliche Bezug kann im Zuge dessen positive Resonanz fördern. Einer der weiteren Vorzüge bezieht sich auf die Entlastung der Stromnetze: Dabei kann der Netzausbau durch die regionale Erzeugung und den parallel regional stattfindenden Verbrauch entlastet werden. So ist es schließlich nicht mehr zwingend notwendig, dass sämtliche Strommengen über weite Distanzen hinweg transportiert werden, um letzten Endes vom Verbraucher genutzt werden zu können. Im Zuge dessen wirken sich auch steuerliche Begünstigungen vorteilhaft auf den Betrieb dieser kleinen, dezentralen Energieerzeugungsanlagen aus.

Was muss bei der regionalen Direktvermarktung beachtet werden?

Anlagenbetreibende werden bei der regionalen Direktvermarktung zu Stromlieferanten. Innerhalb dieser Funktion müssen sie unterschiedlichen Pflichten nachkommen. Egal ob Bilanzkreismanagement, Rechnungsstellung inklusive Stromkennzeichnung, der Verkauf von Überkapazitäten des erzeugten Stroms, der Zukauf von Fehlmengen bei einem Ausfall oder bei Unterproduktion der Anlage – Anlagenbetreiber sind hier bei ganz unterschiedlichen Prozessen gefordert. Um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten, ist des Weiteren ein vielschichtiges Vertragswesen notwendig. Dabei kann zusätzlich auf Unterstützung vonseiten eines Stromhändlers oder Dienstleisters zurückgegriffen werden.
Sie haben Fragen rund um Direktvermarktung? Kontaktieren Sie uns.
Pierre Fees, Head of Renewables Sales

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