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Fristen: Bis wann muss ich meine Anlage für die Direkt­ver­mark­tung anmelden?

Lesezeit: 3 Minuten
Fristen in der Direktvermarktung - Teaserbild

Für die problem­lose automa­ti­sierte Abwick­lung der Direkt­ver­mark­tung werden bestimmte Abwick­lungs­zeiten benötigt. Um den Verlauf wie im EEG beschrieben reibungslos sicher­zu­stellen und die volle Direkt­ver­mark­tungs-Vergü­tung zu erhalten, erklären wir Ihnen, welche Fristen bei uns zu berück­sich­tigen sind.

1. Fristen für die Anmel­dung in die Direkt­ver­mark­tung

Im Regel­fall handelt es sich bei der Anmel­dung in die Direkt­ver­mark­tung um sogenannte EEG-Anlagen (z.B. PV-Anlagen). Dazu zählen Neubau- und Bestands­an­lagen: Als Neubau­an­lage definieren wir Anlagen, deren EEG-Inbetrieb­nah­me­datum in der Zukunft liegt oder in naher Zukunft geplant ist. Bestands­an­lagen sind Anlagen, die gemäß dem EEG in Betrieb genommen wurden und sich in einer der EEG-Vergü­tungs­formen befindet.

EEG-Anlagen

Möchten Sie den Strom ihrer EEG-Anlage bei uns in die Direkt­ver­mark­tung geben, beträgt der Anmel­de­zeit­raum 1 Monat und 5 Werktage. Sie müssen also ihre Anlage bis spätes­tens 1 Monat und 5 Werktage vor dem gewünschten Start­datum der Direkt­ver­mark­tung anmelden. Das bedeutet, binnen dieser Frist muss der unter­schrie­bene Direkt­ver­mark­tungs­ver­trag in unserem Partner- und Kunden­portal hochge­laden werden.

Die Bearbei­tungs­zeit von 5 Werktagen benötigen wir, um die Anlage beim Netzbe­treiber anzumelden und um zu prüfen, ob alle relevanten Daten (Stamm­daten, techni­sche Daten, ausge­füllter Vertrag) in unserem Portal einge­pflegt und freige­geben sind. Der Netzbe­treiber benötigt daraufhin rund einen Monat, um die Anmel­dung zu bearbeiten und uns wiederum die erfolg­reiche Anmel­dung zu bestä­tigen.

Ausnahme: Ausfall­ver­gü­tung und Wechsel des Direkt­ver­mark­ters

Ist eine EEG-Anlage in der Ausfall­ver­gü­tung bedeutet dies, dass sie bereits erfolg­reich in Betrieb genommen wurde und Strom ins Netz einge­speist wird. Sie befindet sich aller­dings noch nicht in der Direkt­ver­mark­tung und erhält als Ausgleichs­zah­lung 80% des EEG-Vergü­tungs­satzes für diese Zeit. Dies ist meist der Fall, wenn die Fernsteu­er­bar­keit nicht frist­ge­recht herge­stellt werden konnte. Um diese Anlagen bis zum 1. Tag des nächsten Monats in die Direkt­ver­mark­tung anzumelden, benötigen wir eine Bearbei­tungs­zeit von 10 Werktagen vor dem gewünschten Vermark­tungs­be­ginn.

Dieselbe Frist gilt für Anlagen, die ihren Strom bereits bei einem anderen Direkt­ver­markter vermarkten lassen und zu uns als neuem Direkt­ver­markter wechseln möchten.

2. Fristen für den Fernsteu­er­bar­keits­nach­weis

Der Fernsteu­er­bar­keits­nach­weis ist die unter­zeich­nete Erklä­rung dafür, dass die Anlage durch den zukünf­tigen Direkt­ver­mark­tungs­partner fernsteu­erbar ist. Es gilt die generelle Regel, dass die Fernsteu­er­bar­keit in allen oben beschrie­benen Fällen bis zum Start der Direkt­ver­mark­tung herge­stellt sein muss. Warum wir es bei allen EEG-Anlagen so handhaben? Die EEG-Inbetrieb­nahme (die Eintra­gung im Markt­stamm­da­ten­re­gister) erfolgt in den meisten Fällen lange vor dem Start der Direkt­ver­mark­tung und somit fällt die gesetz­liche Frist für den Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit auf den Start der Direkt­ver­mark­tung.
Die einzige Ausnahme von diesem Regel­fall machen wir, wenn die Direkt­ver­mark­tung im selben oder darauf­fol­genden Monat wie die EEG-Inbetrieb­nahme beginnt. Durch die zeitliche Nähe muss der Fernsteu­er­bar­keits­nach­weis nicht bis zum Start der Direkt­ver­mark­tung erfolgen. In diesem Fall besteht daher die Möglich­keit, die Fernsteu­er­bar­keit bis zum Ende des darauf­fol­genden Monats herzu­stellen.
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Lena Straubinger

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