Fristen in der Strom Direkt­vermarktung auf einen Blick (mit PDF Übersicht)

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Fristen in der Direktvermarktung - Teaserbild
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Für Ihren Wechsel aus der EEG-Vergü­tung zur Direkt­ver­mark­tung gelten andere Fristen als für die Anmel­dung einer Neuan­lage in die Direkt­ver­mark­tung. Auch wenn man den Direkt­ver­mark­tungs­partner wechseln möchte, gelten andere Fristen laut EEG. Lernen Sie hier, welche Fristen gelten oder laden Sie die Fristen­über­sicht herunter, um sie Ihren Kunden zu zeigen.Es gibt 4 verschie­dene Fälle, wie man als Anlagen­be­treiber in die Direkt­ver­mark­tung kommt. Dabei unter­scheiden sich die Abläufe und Fristen – das Virtu­elle Kraft­werk klärt Sie darüber auf.

1. Fristen bei freiwil­ligem Wechsel aus der EEG-Vergü­tung in die Direkt­ver­mark­tung

Die Bestands­an­lage befindet sich in der gesetz­li­chen EEG-Vergü­tung, aber es ist ein Wechsel in die Direkt­ver­mark­tung zum 01. März geplant. In diesem Fall sind drei gesetz­liche Regelungen einzu­halten.
  • Ummel­dung in die Direkt­ver­mark­tung

    Die Anlage wird beim Netzbe­treiber aus der EEG-Vergü­tung in die Direkt­ver­mark­tung umgemeldet. Dies muss bis spätes­tens einen Monat vor dem geplanten Wechsel erfolgen, also zum 31. Januar. Dabei ist der Stichtag immer der Monats­erste. (§21b EEG, BNetzA BK 6 14 110)
  • Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit

    Es ist Pflicht über eine Fernsteu­er­ein­rich­tung zu verfügen. Diese muss vor dem Wechsel einge­richtet und getestet werden. In diesem Fall bis zum 28. Februar. (§20(1) EEG)
  • Beginn der Direkt­ver­mark­tung

    Nach Bestä­ti­gung durch den Netzbe­treiber ist die Bestands­an­lage erfolg­reich umgemeldet und das jeweils immer zum ersten eines Monats. Die Direkt­ver­mark­tung beginnt also unter Berück­sich­ti­gung der Ummel­de­frist zum 01. März.

2. Fristen beim Wechsel des Direkt­ver­mark­tungs­part­ners

Hier ist die Bestands­an­lage bereits in der Direkt­ver­mark­tung, jedoch möchte der Anlagen­be­treiber das Direkt­ver­mark­tungs­un­ter­nehmen zum 01. März wechseln. Es gibt wieder drei gesetz­liche Regelungen.
  • Ummel­dung in die Direkt­ver­mark­tung

    Die Bestands­an­lage wird vom zukünf­tigen Direkt­ver­mark­tungs­partner beim zustän­digen Netzbe­treiber umgemeldet. Dies geschieht spätes­tens 10 Werktage zum Monats­ersten vor dem geplanten Wechsel, also zum 14. Februar. (BNetzA BK 6 14 110, Werktage nach BDEW Kalender von Mo.-Fr.)
  • Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit

    Der vom Anlagen­be­treiber unter­zeich­nete Nachweis, dass die Anlage durch den zukünf­tigen Direkt­ver­markter fernsteu­erbar ist, muss bis zum Tag des Wechsels beim Netzbe­treiber sein. Das heißt also nach Einbau bzw. Prüfung auf Kompa­ti­bi­lität der bishe­rigen Steuer­ein­rich­tung und nach erfolg­rei­chem Fernsteu­er­bar­keits­test bis zum 28. Februar. (§20(1) EEG)
  • Beginn der Direkt­ver­mark­tung

    Nach Bestä­ti­gung durch den Netzbe­treiber ist die Bestands­an­lage erfolg­reich angemeldet und das jeweils immer zum ersten eines Monats. Die Direkt­ver­mark­tung beginnt also unter Berück­sich­ti­gung der Ummel­de­frist zum 01. März.

3. Fristen bei einer Neuan­lage mit einer Inbetrieb­nahme im laufenden Monat

Es soll eine Neuan­lage am 15. Januar in Betrieb genommen werden und der Monat läuft bereits. Hierfür sind drei Fristen vom Anlagen­be­treiber zu berück­sich­tigen:
  • Ummel­dung in die Direkt­ver­mark­tung

    Die Anlage befindet sich ab dem Zeitpunkt der Inbetrieb­nahme in der Ausfall­ver­gü­tung. Nach Abschluss eines Direkt­ver­mark­tungs­ver­trages wird die Anlage beim Netzbe­treiber aus der Ausfall­ver­gü­tung in die Direkt­ver­mark­tung gemeldet. Diese muss bis 5 Werktage vor Monats­ende durch den Direkt­ver­markter erfolgen, also bis zum 24. Januar. (BNetzA BK 6 14 110 nach BDEW Kalender von Mo.-Fr.)
  • Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit

    Der vom Anlagen­be­treiber unter­zeich­nete Nachweis muss bis zum Ende des auf die Inbetrieb­nahme folgenden Kalen­der­mo­nats beim Netzbe­treiber vorliegen. Das heißt also nach Einbau der Fernsteu­er­technik und Durch­füh­rung des Fernsteu­er­bar­keits­tests bis zum 28. Februar.
  • Beginn der Direkt­ver­mark­tung

    Nach Bestä­ti­gung durch den Netzbe­treiber ist die Neuan­lage erfolg­reich zum 01. Februar in der Direkt­ver­mark­tung angemeldet und profi­tiert vom Mehrerlös. Auch hier gilt: Die Direkt­ver­mark­tung kann ausschließ­lich jeweils zum ersten des Monats unter Berück­sich­ti­gung der An-/Ummel­de­frist beginnen. In diesem Fall erfolgt der Fernsteu­er­bar­keits­nach­weis nach Beginn der Direkt­ver­mark­tung.

4. Fristen bei einer Neuan­lage mit einer Inbetrieb­nahme im laufenden Monat

Nehmen wir an, wir haben den Monat Januar und die Inbetrieb­nahme der Neuan­lage ist zum 01. März geplant. Folgende Schritte muss der Anlagen­be­treiber berück­sich­tigen:
  • Anmel­dung der Neuan­lage in die Direkt­ver­mark­tung

    Der Direkt­ver­mark­tungs­partner meldet die Anlage beim Netzbe­treiber zur geplanten Inbetrieb­nahme in die Direkt­ver­mark­tung an. Dies geschieht spätes­tens zum Monats­letzten für den ersten Tag des übernächsten Monats, in diesem Fall also zum 31. Januar für den 01. März. (§21c EEG)
  • Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit

    Der vom Anlagen­be­treiber unter­zeich­nete Nachweis muss bis zum Ende des auf die Inbetrieb­nahme folgenden Kalen­der­mo­nats beim Netzbe­treiber vorliegen. Das heißt also nach Einbau der Fernsteu­er­technik und Durch­füh­rung des Fernsteu­er­bar­keits­tests bis zum 30. April. (§20(1) EEG)
  • Beginn der Direkt­ver­mark­tung

    Nach Bestä­ti­gung durch den Netzbe­treiber und erfolg­rei­cher Inbetrieb­nahme ist die Neuan­lage erfolg­reich in der Direkt­ver­mark­tung angemeldet und profi­tiert vom Mehrerlös. Unter Berück­sich­ti­gung der Ummel­de­frist beginnt die Direkt­ver­mark­tung wieder ausschließ­lich jeweils zum ersten eines Monats, hier zum 01. März. Auch in Fall 4 beginnt die Direkt­ver­mark­tung schon vor dem Fernsteu­er­bar­keits­nach­weis.

Fristen für die Direkt­ver­mark­tung auf einen Blick — Jetzt PDF downloaden!

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