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Wichtige Fristen für Direkt­ver­mark­tung und Fernsteuerbarkeit

Lesezeit: 4 Minuten

Für den Start in die Direkt­ver­mark­tung werden bestimmte Abwick­lungs­zeiten benötigt. Somit müssen Sie bestimmte Fristen einhalten, sowohl bei der Anmel­dung ihrer Anlage in die Direkt­ver­mark­tung als auch bei der gesetz­lich verpflich­tenden Fernsteu­er­bar­keit für die Direkt­ver­mark­tung. Wir erklären, welche Fristen bei uns zu berück­sich­tigen sind, um die volle Direkt­ver­mark­tungs­ver­gü­tung zu erhalten.

Wir unter­scheiden im Folgenden zwischen 

1) der Frist zur Anmel­dung in die Direkt­ver­mark­tung und
2) der Frist für den Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit in der Direktvermarktung.

Unsere Fristen für die Direktvermarktung

Frist 1: 1 Monat und 5 Werktage bis zum Monatsende

Mindes­tens 1 Monat und 5 Werktage vor dem gewünschten Start­datum der Direkt­ver­mark­tung (immer zum Monats­ersten) müssen Sie ihre Anlage bei uns anmelden, wenn es sich um eine der folgenden Anlagen­typen handelt:

  • Alle EEG-Anlagen
  • Post EEG-Anlagen (Wechsel von EEG-Direkt­ver­mark­tung in Sonstige Direktvermarktung)
  • Wechsel der Vermarktungsform

Binnen dieser Frist muss der unter­schrie­bene Direkt­ver­mark­tungs­ver­trag in unserem Partner- und Kunden­portal hochge­laden werden.

Die im EEG festge­legte Frist beträgt 1 Monat zum Monats­ersten. Die Bearbei­tungs­zeit von 5 zusätz­li­chen Werktagen benötigen wir, um die Anlage beim Netzbe­treiber anzumelden und zu prüfen, ob alle relevanten Daten (Stamm­daten, Fernsteu­er­bar­keit, ausge­füllter Vertrag) im Portal einge­pflegt und freige­geben sind. Anschlie­ßend wird der Netzbe­treiber die Anmel­dung bearbeiten und uns wiederum die erfolg­reiche Anmel­dung der Anlage bestätigen.

Frist 2: 10 Werktage bis zum Monatsende

Mindes­tens 10 Werktage vor dem gewünschten Start­datum der Direkt­ver­mark­tung (immer zum Monats­ersten) müssen Sie ihre Anlage bei uns anmelden, wenn es sich um eine der folgenden Anlagen­typen handelt:

  • Anlagen in der Ausfallvergütung

Ist eine EEG-Anlage in der Ausfall­ver­gü­tung wurde sie bereits in Betrieb genommen und Strom ins Netz einge­speist. Sie befindet sich aller­dings noch nicht in der Direkt­ver­mark­tung und erhält als Ausgleichs­zah­lung 80% des EEG-Vergü­tungs­satzes (anzule­genden Wertes) für diese Zeit. Oft werden Anlagen vor Direkt­ver­mark­tungs­start vom Betreiber beim Verteil­netz­be­treiber in die Ausfall­ver­gü­tung gemeldet, um die Zeit bis zur techni­schen Abnahme der Fernsteu­er­bar­keit zu überbrücken.

Frist 3: 15 Werktage bis zum Monatsende

15 Werktage vor dem gewünschten Start­datum der Direkt­ver­mark­tung (immer zum Monats­ersten) ist die Frist für Anlagen, die ihren Strom bereits bei einem anderen Direkt­ver­markter vermarkten lassen und zu uns als neuem Direkt­ver­markter wechseln möchten. Wir nehmen auch den Wechsel ebenfalls immer nur zum Monats­ersten vor.

  • Anlagen, die den Direkt­ver­markter inner­halb derselben Vermark­tungs­form wechseln

Direkt­ver­mark­tungs­fristen kompakt in einer Übersicht

Wichtig: Feier­tage, egal in welchem Bundes­land, zählen nicht als Werktage. Wir richten uns hier nach dem offizi­ellen bdew-Feier­tags­ka­lender, den Sie unter dem Reiter “Umset­zungs­fragen” abrufen können. 
Fristen-Tabelle

Fristen für die Fernsteuerbarkeit

Im Regel­fall handelt es sich bei der Anmel­dung in die Direkt­ver­mark­tung um sogenannte EEG-Anlagen. Dazu zählen Neubau- und Bestands­an­lagen: Als Neubau­an­lage definieren wir Anlagen, deren EEG-Inbetrieb­nah­me­datum in der Zukunft liegen oder in naher Zukunft geplant sind (daher im MaStR nicht erfasst und noch keinem Bilanz­kreis zugeordnet sind. Der Netzbe­treiber legt fest, was eine Neubau­an­lage ist und was nicht). Bestands­an­lagen sind Anlagen, die gemäß dem EEG in Betrieb genommen wurden und sich in einer der EEG-Vergü­tungs­formen befinden.  

Jede Erneu­er­bare Energien Anlage, die in der Direkt­ver­mark­tung ist, benötigt eine für uns als Direkt­ver­markter zugäng­liche Fernsteu­er­ein­rich­tung, die jeder­zeit die Ist-Einspei­sung übermit­telt. Die Direkt­ver­mark­tung mit dem Markt­prä­mi­en­mo­dell nach dem EEG ist ohne die Fernsteu­er­bar­keit der jewei­ligen Anlage nicht möglich. Folglich ist die Frist für die Fernsteu­er­bar­keit untrennbar mit der Direkt­ver­mark­tungs­frist verbunden.  

Bis zum Start der Direktvermarktung

Der Fernsteu­er­bar­keits­nach­weis ist die unter­zeich­nete Erklä­rung dafür, dass die Anlage durch den zukünf­tigen Direkt­ver­mark­tungs­partner fernsteu­erbar ist. Es gilt die generelle Regel, dass die Frist für die Herstel­lung der Fernsteu­er­bar­keit in allen oben beschrie­benen Fällen bis zum Start der Direkt­ver­mark­tung ist. 

Warum wir es bei allen EEG-Anlagen so handhaben? Die EEG-Inbetrieb­nahme (die Eintra­gung im Markt­stamm­da­ten­re­gister) erfolgt in den meisten Fällen lange vor dem Start der Direkt­ver­mark­tung und somit fällt die gesetz­liche Frist für den Nachweis der Fernsteu­er­bar­keit auf den Start der Direktvermarktung.

In wenigen Ausnah­me­fällen gilt für Neubau­an­lagen eine Frist von einem Monat nach dem Direkt­ver­mark­tungs­start. Auch bei Neubau­an­lagen ist es essen­tiell, die Fernsteu­er­bar­keit schnellst­mög­lich herzu­stellen, um die volle Vergü­tung zu erhalten.

Gesetz­liche Fristen für die Direktvermarktung

Warum unter­scheiden wir zwischen gesetz­li­chen Fristen und internen Fristen beim Virtu­ellen Kraft­werk?
Beim Virtu­ellen Kraft­werk gelten nur unsere Fristen. Im EEG sind die Direkt­ver­mark­tungs­fristen, die nicht unter­schritten werden dürfen, gesetz­lich festge­legt. Unsere Fristen orien­tieren sich an den gesetz­li­chen Fristen, die zusätz­liche Bearbei­tungs­zeit benötigen wir, um die Anlage beim Netzbe­treiber anzumelden und zu prüfen, ob alle relevanten Daten (Stamm­daten, techni­sche Daten, ausge­füllter Vertrag) in unserem Portal einge­pflegt und freige­geben sind. Durch eine frühzei­tige Anmel­dung können wir sicher­stellen, dass auch Anmel­dungen in neuen Netzge­bieten recht­zeitig durch­ge­führt werden, da diese häufig mit höherem Aufwand verbunden sind. Anschlie­ßend wird der Netzbe­treiber die Anmel­dung bearbeiten und uns wiederum die erfolg­reiche Anmel­dung der Anlage bestätigen.

Die gesetz­li­chen Fristen für alle Anlagen­typen haben wir aber hier nochmals zusammengefasst:

Wechsel aus der EEG-Vergü­tung in die Direktvermarktung

  • bis spätes­tens 1 Monat vor dem geplanten Wechsel, Stichtag: Monatserster

Wechsel des Direktvermarkters

  • 10 Werktage zum Monats­ersten vor dem geplanten Wechsel

Neubau­an­lagen mit Inbetrieb­nahme im laufenden Monat

  • Ab Inbetrieb­nah­me­zeit­punkt in der Ausfallvergütung

Ummel­dung in die Direktvermarktung

  • 5 Werktage vor Monatsende

Neubau­an­lagen mit Inbetrieb­nahme zu einem späteren Zeitpunkt

  • spätes­tens zum Monats­letzten für den ersten Tag des übernächsten Monats

Post-EEG: Wechsel aus der EEG-Vergü­tung in die Sonstige Direktvermarktung

  • spätes­tens 1 Monat vor dem geplanten Wechsel, Stichtag: Monatserster
Sie haben Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen!
Pierre Fees, Head of Sales

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