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Depth of Discharge (DoD)

Lesezeit: 2 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet die Depth of Discharge (DoD) bei Batteriespeichern?

Die Depth of Discharge (DoD), auch als Entladetiefe bezeichnet, gibt den Prozent­satz der Kapazität einer Batterie an, der im Verhältnis zu seiner Nennka­pa­zität entladen wurde. Sie zeigt, wie viel der maximal verfüg­baren Kapazität tatsäch­lich genutzt wird, ohne dabei die Batterie zu schädigen und ist somit ein wichtiger Parameter bei Batte­rie­spei­chern.  

Was bedeutet der State of Charge (SoC) bei Batteriespeichern? 

Der State of Charge (SoC) gibt den aktuellen Ladezu­stand einer Batterie in Prozent an, also die noch verfüg­bare elektri­sche Energie. Er steht in direktem Zusam­men­hang mit der Entla­de­tiefe: 

DoD = 100 % - SoC 

Das bedeutet: Je niedriger der SoC, desto größer die entnom­mene Kapazität und desto höher die DoD. 

Was ist der Unter­schied zwischen Nennka­pa­zität und nutzbarer Kapazität?

Die Nennka­pa­zität ist die vom Hersteller angege­bene, theore­tisch maximale Energie­menge, die ein Batte­rie­spei­cher aufnehmen oder abgeben kann. Die nutzbare Kapazität ist meist etwas geringer, weil die Batterie nie komplett ge- oder entladen werden sollte. Das schützt die Batterie vor Tiefent­la­dung (100 % DoD), damit die Lebens­dauer nicht rasch verkürzt wird – deshalb wird die Entla­dung bewusst begrenzt. 

Hat eine Batterie beispiels­weise eine Nennka­pa­zität von 10 MWh und wird mit einer Entla­de­tiefe von 90% genutzt, ergibt sich daraus eine nutzbare Kapazität von 9 MWh. Man kann die Batterie in diesem Fall bis zu 90 % ihrer maximalen Kapazität entladen. Die Entla­de­tiefe kann durch das Batte­rie­ma­nage­ment­system angepasst werden. 

Der DoD-Wert ist zudem generell von der Batte­rie­tech­no­logie abhängig und liegt beispiels­weise bei Lithium-Ionen-Batte­rien meist bei etwa 80–95 %, während er bei Blei-Batte­rien deutlich niedriger ist.

Welchen Einfluss hat die Entla­de­tiefe auf die Lebens­dauer des Batteriespeichers? 

Je tiefer die Batterie entladen wird (d.h. höher die Entla­de­tiefe ist), desto mehr Energie kann pro Ladezy­klus entnommen werden – aller­dings verkürzt sich dadurch die Lebens­dauer der Batterie, weil sie insge­samt weniger Lade- und Entla­de­zy­klen durch­hält, zum Beispiel aufgrund chemi­scher Degra­da­tion. Das heißt, eine sehr hohe Entla­de­tiefe sorgt zwar für mehr nutzbare Energie, ist aber langfristig nachteilig für die Batterie. Wird die Batterie dagegen nur bis zu einer gerin­geren Entla­de­tiefe genutzt, ist zwar pro Zyklus weniger Energie nutzbar, aber die Anzahl der mögli­chen Zyklen ist höher und somit auch die Lebens­dauer der Batterie länger.   

Dementspre­chend ist es entschei­dend, die Ausle­gung der nutzbaren Kapazität sowie den passenden DoD-Wert für einen Batte­rie­spei­cher richtig zu dimen­sio­nieren, um die Batte­rie­al­te­rung zu minimieren und Tiefent­la­dungen zu vermeiden. So bleiben Lade- und Entla­de­raten im optimalen Bereich und die Batterie erreicht ihr Lebens­ende nicht zu früh – was sich etwa auch bei der Vermark­tung von Energie auszahlt. 

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