Was bedeutet die Kapazität eines Batteriespeichers?
Die Kapazität eines Batteriespeichers beschreibt die Menge an elektrischer Energie, die der Speicher aufnehmen, speichern und wieder abgeben kann. Sie ist eine zentrale Kennzahl von Speichersystemen und gibt somit an wie viel Energie zur Verfügung steht.
Die Kapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben – meist jedoch in Kilowattstunden (kWh) oder Megawattstunden (MWh), da Batteriespeicher in der Praxis größere Energiemengen speichern.
Abgrenzung zur Leistung: Die Kapazität eines Speichers ist nicht mit der Leistung zu verwechseln. Letztere beschreibt die Geschwindigkeit der Energieabgabe bzw. -aufnahme, also wie schnell die gespeicherte Energie genutzt oder geladen werden kann.
Welcher Unterschied besteht zwischen Nennkapazität und nutzbarer Kapazität?
Grundsätzlich wird zwischen Nennkapazität und nutzbarer Kapazität unterschieden:
Nennkapazität: Die vom Hersteller angegebene, theoretisch maximale Energiemenge, die eine Batterie aufnehmen oder abgeben kann. Sie beschreibt somit die gesamte physikalisch verfügbare Kapazität unter Idealbedingungen.
Nutzbare Kapazität: Die Energiemenge, die einem Batteriespeicher im praktischen Einsatz tatsächlich zur Verfügung steht, ist in der Regel etwas geringer als die Nennkapazität, da zum Beispiel Schutzgrenzen (zulässige Lade-/Entladegrenzen) oder Temperaturbedingungen berücksichtigt werden. Batterien werden bewusst nicht vollständig ge- oder entladen (100 % DoD – Depth of Discharge), um die Zellen zu schonen und die Lebensdauer des Speichers nicht zu verkürzen.
Beispiel: Ein Batteriespeicher mit einer Nennkapazität von 10 MWh und einer maximal zulässigen Entladetiefe (DoD) von 90 % kann in der Praxis 9 MWh nutzbare Kapazität bereitstellen.
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