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Netzverknüpfungspunkt

Lesezeit: 2 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Netzverknüpfungspunkt?

Der Netzverknüpfungspunkt (NVP) ist die physische elektrische Schnittstelle zwischen einer Anlage (z. B. Wind-PV-Anlage oder Batteriespeicher) eines Betreibers und dem öffentlichen Netz des zuständigen Netzbetreibers. Über diesen Punkt speist die Anlage elektrische Energie in das Netz ein oder bezieht Strom aus dem Netz. Der NVP ist damit der technisch und regulatorisch zentrale Punkt für die Netzintegration einer Anlage.

Was ist der Unterschied zwischen Netzverknüpfungspunkt und Netzanschluss?

Der Netzanschluss umfasst die gesamte physische Verbindung zwischen einer Anlage und dem öffentlichen Stromnetz. Hierzu zählen sämtliche Leitungen und technischen Einrichtungen, die notwendig sind, um elektrische Energie sicher zu übertragen.  

Der Netzverknüpfungspunkt selbst markiert den Übergang zwischen Netz- und Anlagenseite. Ab diesem Punkt liegt die Verantwortung beim Projektierer bzw. Anlagenbetreiber (§ 16 Abs. 1 EEG). Während der Netzanschluss also den gesamten Anschlussweg beschreibt, bezeichnet der Netzverknüpfungspunkt den konkreten Übergabepunkt zum öffentlichen Netz. 

Warum ist der Zugang zu einem Netzverknüpfungspunkt für Anlagenbetreiber aktuell so schwierig?

Ein Netzverknüpfungspunkt ist für die Realisierung von Erzeugungs- und Speicherprojekten zwingend erforderlich, da Anlagen ohne Netzanbindung nicht in Betrieb genommen werden können. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach NVP deutlich, insbesondere durch den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien. 

Projektierer stehen daher häufig vor der Herausforderung, überhaupt einen geeigneten NVP zu erhalten. Die Prüfung des NVPs durch den Netzbetreiber ist technisch anspruchsvoll, mit mehreren Genehmigungsschritten verbunden und teilweise stark von der regionalen Netzkapazität abhängig. In vielen Fällen sind bestehende Netze bereits ausgelastet oder nur eingeschränkt aufnahmefähig. Dies führt dazu, dass sich Netzanschlussverfahren erheblich verlängern. Projektierer warten teilweise mehrere Jahre auf die Zuweisung eines geeigneten NVPs, was Projekte deutlich verzögert. 

Wie erhält man heute die Zusage für einen Netzverknüpfungspunkt leichter?

Bestehende Netzverknüpfungspunkte lassen sich heute effizienter nutzen, beispielsweise durch deren Überbauung. Dabei wird mehr Erzeugungsleistung installiert, als von der Netzanschlusskapazität her vorgesehen ist, beispielsweise durch Kombination einer PV- oder Windanlage mit einem Batteriespeicher (Cable Pooling, §8 Abs.2 EEG). Der Batteriepeicher kann die erzeugte Energie zwischenspeichern und sie zeitversetzt ins Netz abgeben. Dadurch lässt sich die vorhandene Netzinfrastruktur besser auslasten, Abregelungen werden reduziert und Projekte können schneller umgesetzt werden, ohne kostenintensive Netzausbaumaßnahmen. 

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