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Round-Trip-Effici­ency (RTE)

Lesezeit: < 1 Minute

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet die Round-Trip-Effici­ency (RTE)?

Die Round-Trip-Effici­ency (RTE) beschreibt den Gesamt­wir­kungs­grad eines Energie­spei­cher­sys­tems, beispiels­weise eines Batte­rie­spei­chers. Sie gibt an, welcher Anteil der ursprüng­lich einge­spei­cherten Energie nach einem vollstän­digen Lade- und Entla­de­zy­klus (Vollla­de­zy­klus) wieder nutzbar zur Verfü­gung steht. 

Mit einer Formel lässt sich die Round-Trip-Effici­ency wie folgt ausdrü­cken: 

Round-Trip-Wirkungs­grad (%) = (Energieabgabe/​Energie­zu­fuhr) × 100% 

Zu beachten ist, dass die RTE für Vermarkter insbe­son­dere am Netzan­schluss relevant ist. Das bedeutet, dass bei der Berech­nung zusätz­lich Leitungs- und gegebe­nen­falls Trans­for­ma­ti­ons­ver­luste berück­sich­tigt und abgezogen werden müssen. 

Die RTE ist somit ein Maß dafür, wie effizient ein Energie­spei­cher­system elektri­sche Energie aufnehmen und wieder abgeben kann. Sie stellt eine zentrale Kennzahl bei der Leistungs­be­schrei­bung von Batte­rie­spei­chern dar und ist zugleich ein wichtiger Faktor für deren Wirtschaft­lich­keit: Je höher die Round-Trip-Effici­ency, desto geringer sind die Energie­ver­luste und desto größer ist die nutzbare Energie­menge pro Speicher­zy­klus. 

Der typische Round-Trip-Wirkungs­grad moderner Batte­rien liegt meist zwischen 80 % und 95 %, wobei Lithium-Ionen-Batte­rien häufig nahe 90 % oder mehr errei­chen können. 

Welche Faktoren beein­flussen den Round-Trip-Wirkungs­grad eines Batteriespeichers?

Während des Lade- und Entla­de­vor­gangs gehen physi­ka­lisch bedingt immer Teile der Energie verloren.  

Verluste entstehen vor allem durch: 

  • die Umwand­lung zwischen Wechsel­strom (AC) und Gleich­strom (DC) 
  • chemi­sche und elektri­sche Prozesse inner­halb der Batterie 
  • interne Wider­stände der Batte­rie­zellen und elektri­schen Kompo­nenten 

Warum ist die RTE relevant für die Batterievermarktung? 

Aus Sicht der Vermarkter ist die RTE insbe­son­dere auf den Spotmärkten im Arbitra­ge­handel von zentraler Bedeu­tung. Im Energie­handel berück­sich­tigt sie Leitungs­ver­luste und bestimmt dabei unmit­telbar, wie viel Energie nach einem Speicher­vor­gang im Rahmen eines Handels­ge­schäftes tatsäch­lich zur Vermark­tung zur Verfü­gung steht. Damit wirkt sie sich direkt auf die Erlöse aus. 

Beispiel zur Veran­schau­li­chung: Bei einem Handels­vo­lumen von 10 MWh und einem Preis-Spread von 100 €/MWh führt eine RTE von 85 % zu Erlösen von rund 850 €, während bei einer RTE von 90 % etwa 900 € erzielt werden.  

Es ist jedoch zu beachten, dass die Erlöse eines Batte­rie­spei­chers im Energie­handel nicht allein durch die RTE bestimmt werden. Weitere BESS-Parameter wie verfüg­bare Leistung, C-Rate, Entla­de­tiefe (DoD), Degra­da­tion sowie die gewählte Vermark­tungs­stra­tegie fließen ebenfalls in Erlös­pro­gnose ein. 

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