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Richtige Entschei­dungen treffen: Ein Leitfaden für die Auswahl nachhal­tiger Strom­ta­rife im Gewerbebereich

Lesezeit: 3 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Nachhal­tig­keit gewinnt zuneh­mend an Bedeu­tung in unserem Alltag – und das gilt natür­lich auch für den Indus­trie- und Gewer­be­sektor. Hier ist es beson­ders entschei­dend, einen Energie­lie­fe­ranten zu wählen, der ökolo­gisch nachhaltig arbeitet. Aber wie findet man einen solchen Anbieter? Worauf sollte man bei der Auswahl des richtigen Ökostrom­ta­rifs achten? Welche Rolle spielt der eigene Energie­be­darf? Und wie können Photo­vol­ta­ik­an­lagen dazu beitragen, die laufenden Strom­kosten zu senken?

Das Verstehen der Bedeu­tung von Ökostrom

Um zu verstehen, warum die Nutzung von nachhaltig produ­ziertem Strom so wichtig ist, sollte man zunächst klären, was genau diese Art der erneu­er­baren Energie ausmacht. Grüner Biostrom, oft auch Öko- oder Natur­strom genannt, wird vollständig aus regene­ra­tiven Quellen gewonnen. Dazu zählen in der Regel Wind- und Wasser­kraft, Solar­energie, Erdwärme (Geothermie) und Biomasse. Der entschei­dende Vorteil dabei ist, dass bei der Strom­erzeu­gung nahezu keine Kohlen­di­oxid-Emissionen freige­setzt werden. Im Vergleich zu herkömm­li­chem Strom aus fossilen Energie­trä­gern wie Kohle, Öl und Erdgas ist Ökostrom somit deutlich umwelt­freund­li­cher und trägt wesent­lich zur Reduzie­rung der Treib­haus­gas­emis­sionen bei. Da in der Indus­trie und im Gewer­be­be­reich beson­ders viel Energie benötigt wird, ist es hier beson­ders wichtig, auf einen nachhal­tigen Strom­an­bieter zu setzen.

Die Integra­tion von Photovoltaikanlagen

Wer als Gewer­be­trei­bender einen umwelt­be­wussten Strom­an­bieter und den passenden Ökostrom­tarif wählt, trifft eine gute und weitsich­tige Entschei­dung. Aller­dings gibt es unter bestimmten Bedin­gungen eine weitere, langfristig kosten­güns­ti­gere Alter­na­tive: Die Strom­erzeu­gung durch Photo­vol­ta­ik­an­lagen. Dabei hängt viel vom eigenen Energie­be­darf ab, denn gerade bei größeren Betrieben kann die Instal­la­tion von Solar­mo­dulen teuer sein. Für kleine und mittel­stän­di­sche Unter­nehmen hingegen amorti­siert sich diese Inves­ti­tion oft schon nach wenigen Jahren, sofern der Energie­be­darf vollständig durch Eigen­ver­sor­gung gedeckt werden kann. Seit Anfang 2024 können die Kosten für Instal­la­tion, Wartung und Reparatur von PV-Anlagen zudem steuer­lich geltend gemacht werden, was den Umstieg auf Eigen­ver­sor­gung erleichtert.

Wichtig zu wissen: Sobald die Leistung der Photo­vol­ta­ik­an­lage 30 kWp (Kilowatt­peak) übersteigt, gilt sie als gewerblich.

Die Berück­sich­ti­gung des Energie­be­darfs und der Kosten

Bei einem Wechsel des Energie­an­bie­ters oder Strom­ta­rifs ist es entschei­dend, den eigenen Bedarf zu berück­sich­tigen, da dieser maßgeb­lich die Kosten beein­flusst. Es empfiehlt sich daher, den Energie- und insbe­son­dere den Strom­ver­brauch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, um dem zukünf­tigen Anbieter die Auswahl des passenden Tarifs zu erleich­tern. Diese Bewer­tung bietet auch die Möglich­keit, ineffi­zi­ente Geräte zu erkennen und zu optimieren, um die Kosten zu senken. Grund­sätz­lich gilt: Je niedriger der Energie­be­darf, desto vorteil­hafter der Ökostrom­tarif. Zudem bieten viele Anbieter indivi­du­elle Sonder­kon­di­tionen und spezi­elle dynami­sche Tarif­op­tionen für Unter­nehmen mit einem jährli­chen Strom­ver­brauch unter 100.000 kWh an. Durch eine vorab optimierte Nutzung können Unter­nehmen von günsti­geren Kondi­tionen und dem Einsatz eines nachhaltig produ­zierten Natur­stroms profitieren.

Die Evalu­ie­rung von Liefe­ranten und Tarifoptionen

Angesichts der steigenden Bedeu­tung von nachhal­tigem Ökostrom – insbe­son­dere im Gewer­be­sektor aufgrund aktueller und zukünf­tiger Auflagen – ist es kaum überra­schend, dass es eine Fülle von Anbie­tern und Tarif­op­tionen gibt. Vor einem Wechsel des Anbie­ters oder Tarifs ist es daher ratsam, alle Optionen gründ­lich zu prüfen, um von den bestmög­li­chen Kondi­tionen zu profi­tieren. Das Internet bietet hierbei eine hervor­ra­gende Infor­ma­ti­ons­quelle, um nicht nur Einblicke in die Arbeits­weise der Anbieter zu erhalten, sondern auch einen Überblick über verschie­dene Tarif­op­tionen und Angebote zu gewinnen. Viele Energie­lie­fe­ranten stellen zudem detail­lierte Infor­ma­tionen auf ihren Websites bereit, sodass man leicht erkennen kann, aus welchen Quellen der Natur­strom stammt und an welchen Stand­orten er produ­ziert wird. Ein Vergleich der Strom­ta­rife lohnt sich daher in vielerlei Hinsicht.

Die Überwa­chung und Anpassung

Nach der Auswahl eines geeig­neten Anbie­ters und des entspre­chenden Ökostrom­ta­rifs steht als nächster Schritt die Überprü­fung des eigenen Verbrauchs und gegebe­nen­falls die Anpas­sung der zuvor gewählten Tarif­op­tionen an. Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten Gewer­be­ta­rife für nachhaltig erzeugten Natur­strom in der Regel eine feste Grenze für den jährli­chen Verbrauch festlegen, z. B. 50.000 kWh. Durch die Überwa­chung und Optimie­rung des Strom­ver­brauchs über einen bestimmten Zeitraum (z. B. mithilfe von smarten Monito­ring­sys­temen) kann es jedoch möglich sein, den Verbrauch so weit zu senken, dass ein anderer Tarif mit attrak­ti­veren Kondi­tionen genutzt werden kann. Der Strom­ver­brauch lässt sich am einfachsten mit einem handels­üb­li­chen Strom­mess­gerät ermit­teln. Darüber hinaus kann es sich finan­ziell lohnen, veral­tete Elektro­ge­räte und Maschinen zu optimieren und technisch auf den neuesten Stand zu bringen oder gegen modernes und energie­ef­fi­zi­en­teres Equip­ment auszu­tau­schen, da sich die Anschaf­fungs­kosten in der Regel inner­halb weniger Jahre vollständig amortisieren.

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