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Kosten­auf­stel­lung: Wie viel kostet ein Batteriespeicher? 

Lesezeit: 5 Minuten

Inhaltsverzeichnis

Die Inves­ti­tion in einen Batte­rie­spei­cher ist eine wichtige Entschei­dung, die einer sorgfäl­tigen Planung bedarf. In diesem Blogbei­trag geben wir Ihnen einen umfas­senden Überblick über die wichtigsten Kosten­fak­toren und worauf Sie bei der Auswahl eines geeig­neten Herstel­lers achten sollten. 

Was muss ich bei der Stand­ort­wahl des Batte­rie­spei­chers beachten?

Bei der Stand­ort­wahl für den Batte­rie­spei­cher ist zu beachten, dass die benötigte Fläche von der Kapazität des Speichers abhängt.  

Ein 3 MW Speicher mit 6 MWh (0,5 C: 2 Stunden-System) benötigt eine Fläche von ca. 3,5 m x 7 m. Ein gängiger 6 MW-Speicher mit 12 MWh benötigt dagegen etwa 15 m x 10 m. Es ist wichtig, den Speicher so nah wie möglich am Netzver­knüp­fungs­punkt zu platzieren, da die Kosten für die Kabel­trasse mit zuneh­mender Entfer­nung vom Umspann­werk steigen. Diese Kosten sind einmalig und können erheb­lich sein, wenn der Speicher weit entfernt vom Netzver­knüp­fungs­punkt instal­liert wird. 

Wann ist der Netzver­knüp­fungs­punkt des Batte­rie­spei­chers geeignet? 

Der Speicher muss beim zustän­digen Verteil­netz­be­treiber (VNB) beantragt und der Netzver­knüp­fungs­punkt bestä­tigt werden, damit der Speicher ordnungs­gemäß in das Netz integriert werden kann.  

Ein Netzver­knüp­fungs­punkt ist dann geeignet, wenn er die richtige Spannungs­ebene und ausrei­chend Netzka­pa­zität bietet, um die zusätz­liche Last aufzu­nehmen. Hier ist zu beachten: Soll der Batte­rie­spei­cher wie üblich auch aus dem Netz beziehen, ist es wichtig, sowohl für den Bezug als auch für die Einspei­sung eine Netzan­frage beim VNB zu stellen. Die Nähe zum Standort ist wichtig, um die Kosten für Kabel­trassen und Instal­la­tion zu minimieren. Der Verknüp­fungs­punkt muss den regula­to­ri­schen Anfor­de­rungen entspre­chen und alle erfor­der­li­chen Geneh­mi­gungen müssen einge­holt werden. Schließ­lich muss der Netzbe­treiber den Verknüp­fungs­punkt durch eine Netzver­träg­lich­keits­prü­fung bestä­tigen und techni­sche Spezi­fi­ka­tionen bereit­stellen. 

Nach erfolg­rei­cher Netzzu­sage (für Bezug und Einspei­sung) und ggf. erfolgter Netzre­ser­vie­rung durch den VNB ist ein entspre­chender Netzan­schluss- sowie Netznut­zungs­ver­trag mit dem VNB abzuschließen. 

Wie stelle ich den Bauan­trag für den Batteriespeicher?

Außerdem muss der Bauan­trag gestellt werden. Dabei ist unbedingt der Baukos­ten­zu­schlag (BKZ) zu beachten. Der Baukos­ten­zu­schlag (BKZ) ist ein einma­liges Entgelt, das von den Netzbe­trei­bern erhoben wird, um die Kosten für den Anschluss neuer Anlagen an das Strom­netz zu decken. Er umfasst Netzan­schluss­kosten, die Kosten für die Erwei­te­rung des Netzan­schlusses, Planungs- und Geneh­mi­gungs­kosten sowie Bau- und Instal­la­ti­ons­kosten. Die Höhe des BKZ variiert je nach Region und Netzbe­treiber und liegt typischer­weise zwischen 40 und 180 Euro pro kW (Stand 03/2025). 

Was kostet die Hardware des Batteriespeichers?

Die Kosten für die Hardware (DC) variieren je nach Speicherkapazität. Ein Speicher kostet zwischen 150 und 250 Euro pro kWh (Stand 03/2025).
Weitere notwen­dige Hardware umfasst: 
 
  • Wechsel­richter: Wechsel­richter sind wesent­liche Kompo­nenten eines Batte­rie­spei­cher­sys­tems. Sie wandeln den in den Batte­rien gespei­cherten Gleich­strom (DC) in Wechsel­strom (AC) um, der in das Strom­netz einge­speist werden kann. Diese Umwand­lung ist notwendig, da die meisten elektri­schen Geräte und das Strom­netz mit Wechsel­strom arbeiten. Wechsel­richter spielen eine entschei­dende Rolle für die Effizienz des Speicher­sys­tems, da sie die Energie­ver­luste während der Umwand­lung minimieren müssen. Moderne Wechsel­richter sind oft mit erwei­terten Funktionen ausge­stattet, wie z.B. optimierter Einspei­sung ins Netz oder Unter­stüt­zung der Netzsta­bi­lität. Sie können auch als Schnitt­stelle für die Kommu­ni­ka­tion mit dem Energie­ma­nage­ment­system dienen, um die Leistung des gesamten Systems zu überwa­chen und zu steuern. 
  • Trans­for­ma­toren: Trans­for­ma­toren werden benötigt, um die Spannung des erzeugten Wechsel­stroms auf das erfor­der­liche Niveau der jewei­ligen Spannungs­ebene zu bringen, bevor dieser ins Netz einge­speist wird. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Anpas­sung der Spannung an die Anfor­de­rungen des Strom­netzes und sorgen dafür, dass die Energie sicher und effizient übertragen wird. Trans­for­ma­toren können sowohl die Spannung erhöhen (Hochspan­nungs­trans­for­ma­toren) als auch verrin­gern (Nieder­span­nungs­trans­for­ma­toren), je nach den spezi­fi­schen Anfor­de­rungen des Netzver­knüp­fungs­punkts. Hochwer­tige Trans­for­ma­toren tragen dazu bei, Energie­ver­luste zu minimieren und die Lebens­dauer des gesamten Systems zu verlän­gern. 
  • Steue­rungs­sys­teme: Steue­rungs­sys­teme sind das Gehirn des Batte­rie­spei­cher­sys­tems. Sie überwa­chen und steuern alle Kompo­nenten des Speicher­sys­tems, einschließ­lich der Batte­rien, Wechsel­richter und Trans­for­ma­toren. Diese Systeme überwa­chen konti­nu­ier­lich den Lade- und Entla­de­zu­stand der Batte­rien, die Leistung der Wechsel­richter und die Spannungs­ein­stel­lungen der Trans­for­ma­toren. Sie sind auch dafür verant­wort­lich, die Sicher­heit des Systems zu gewähr­leisten, indem sie Schutz­me­cha­nismen aktivieren, wenn Anoma­lien oder Fehler erkannt werden. Moderne Steue­rungs­sys­teme sind oft mit hochent­wi­ckelten Algorithmen ausge­stattet, die die Effizienz des Speichers optimieren und die Lebens­dauer der Batte­rien maximieren. Sie ermög­li­chen auch die Integra­tion des Speicher­sys­tems in ein überge­ord­netes Energie­ma­nage­ment­system, das die gesamte Energie­er­zeu­gung und -vertei­lung überwacht und steuert. 

Was bedeutet die schlüs­sel­fer­tige Projek­tie­rung des Batteriespeichers?

Eine schlüs­sel­fer­tige Projek­tie­rung umfasst die Liefe­rung und Instal­la­tion von Speicher, Wechsel­richter und Trans­for­mator. Die Kosten liegen für Speicher zwischen 2 und 10 MW (0,5 C: 2 Stunden-System) zwischen 250 und 350 Euro pro kWh. Bei Speichern ab 10 MW liegen die Kosten in der Regel unter 250 Euro pro kWh (Stand 03/2025). Diese Kosten fallen einmalig bei der Beschaf­fung an und beinhalten alle notwen­digen Kompo­nenten und Dienst­leis­tungen für die Inbetrieb­nahme des Systems, verstehen sich also inklu­sive der in Punkt 4 genannten Hardware-Kosten. 

Vorteile eines schlüs­sel­fer­tigen Projek­tie­rers: 

  • Nur ein Ansprech­partner: Dies erleich­tert die Kommu­ni­ka­tion und Koordi­na­tion des Projekts. 
  • Ersatz­teile sind schneller verfügbar: Ein schlüs­sel­fer­tiger Anbieter kann in der Regel Ersatz­teile schneller liefern und instal­lieren. 
  • Optio­nale Service­ge­bühren: Für Vor-Ort-Service und Garantie können zusätz­liche Service­ge­bühren anfallen, die jedoch den langfris­tigen Betrieb und die Wartung des Systems sicher­stellen. 

Beachten Sie, dass die Liefer­zeit für schlüs­sel­fer­tige Projekte bis zu einem Jahr dauern kann. 

Was muss ich beim Bezugs­strom der Batterie beachten?

Für den Betrieb von Trans­for­ma­toren, Wechsel­rich­tern und anderen Kompo­nenten wird Strom benötigt. Der Strom, den die Batterie aus dem Netz bezieht und den sie in das Netz zurück­ein­speist, muss an separaten Markt­lo­ka­tionen erfasst werden. Zusätz­lich muss der Strom für den Betriebs­ver­brauch der Batterie (für Kühlung, Heizung, Lüftung, Licht etc.) separat gemessen werden, da dieser als Verbrauch üblicherweise im Gegen­satz zum nur zwischen­ge­spei­cherten und wieder in das Netz rückein­ge­speisten Stroms nicht von Steuern, Netzentgelten und Umlagen befreit ist. Als Batte­rie­be­treiber sind Sie dafür verant­wort­lich, die notwen­digen Zähler bereit­zu­stellen und das Mess- und Zählkon­zept mit dem zustän­digen Verteil­netz­be­treiber abzustimmen. 

Wie funktio­niert die Zählein­rich­tung für den Betriebsverbrauch?

Jeder Batte­rie­spei­cher hat einen minimalen Betriebs­ver­brauch, um sich selbst mit Strom u.a. für Lüftung, Kühlung, Heizung und Licht zu versorgen. Dafür ist eine eigene Zählein­rich­tung für den Bezug erfor­der­lich, die Sie als Betreiber gewähr­leisten müssen. Die Liefe­rung von Strom für diesen Betriebs­ver­brauch der Batte­rien sowie alle anfal­lenden Kosten (je Stand 03/2025) ist Teil der Betriebs­füh­rung des Batte­rie­spei­chers und liegt in Ihrer Verant­wor­tung: 
  • Zähler­kosten: Die Anschaf­fung und Instal­la­tion eines geeig­neten Zählers können je nach Anbieter und techni­scher Ausstat­tung zwischen 200 und 500 Euro kosten. 
  • Messkosten: Für die regel­mä­ßige Messung und Abrech­nung des Strom­ver­brauchs fallen laufende Kosten an, die je nach Netzbe­treiber und Vertrag zwischen 50 und 150 Euro pro Jahr liegen können. 
  • Strom­kosten: Durch den Betrieb des Batte­rie­spei­chers entstehen laufende Strom­kosten. Diese hängen vom spezi­fi­schen Verbrauch des Systems und den aktuellen Strom­ta­rifen ab. Typischer­weise können diese Kosten zwischen 0,20 und 0,30 Euro pro kWh liegen. 
  • Entgelte, Steuern und Abgaben: Zusätz­lich zu den reinen Strom­kosten müssen Sie auch Netzent­gelte, EEG-Umlage, Strom­steuer und weitere Abgaben für den Betriebs­ver­brauch berück­sich­tigen. Diese können die Gesamt­kosten pro kWh um etwa 0,10 bis 0,15 Euro erhöhen. 
Denken Sie also recht­zeitig daran, einen Strom­be­zugs­ver­trag für den Betriebs­ver­brauch abzuschließen.  

Welche Kosten kommen für die Batte­rie­ver­mark­tung auf mich zu?

Für detail­lierte Infor­ma­tionen zur Vermark­tung Ihres Batte­rie­spei­chers können Sie unsere umfas­sende Kosten­über­sicht zur Batte­rie­ver­mark­tung herun­ter­laden. Diese Übersicht gibt Ihnen einen struk­tu­rierten Überblick über alle weiteren Kosten und unter­stützt Sie bei der Planung und Umset­zung Ihres Projektes. 

Infoblatt: Kostenaufstellung zur Batterievermarktung

Worauf sollten Sie bei der Auswahl des Herstel­lers achten?

  • Zuver­läs­siger Projek­tierer: Achten Sie auf Richt­li­nien, Zerti­fi­kate, Garantie und einen Ansprech­partner vor Ort. Die Qualität des Service ist entschei­dend für den langfris­tigen Erfolg Ihres Projekts. 
  • Seriöser Hersteller: Wählen Sie einen vertrau­ens­wür­digen Hersteller, um sicher­zu­stellen, dass Sie quali­tativ hochwer­tige Hardware erhalten. Ein seriöser Hersteller bietet zudem auch umfas­senden Support und Service­leis­tungen, die für den reibungs­losen Betrieb Ihres Batte­rie­spei­chers unerläss­lich sind. 
  • Nachteile billiger Speicher und Hardware: Obwohl die Hardware oft ähnlich ist, können Qualität und Zuver­läs­sig­keit variieren. Billi­gere Kompo­nenten können zu häufi­geren Ausfällen und höheren Wartungs­kosten führen. Außerdem können der Support und die Verfüg­bar­keit von Ersatz­teilen einge­schränkt sein, was zu längeren Ausfall­zeiten führen kann. 
  • Batte­rie­spei­cher sind Teil der kriti­schen Infra­struktur. Daher ist es wichtig, auf Qualität und Zuver­läs­sig­keit zu achten. Ein Ausfall des Speichers kann nicht zu finan­zi­ellen Verlusten führen, sondern auch die Stabi­lität des Strom­netzes beein­träch­tigen. Inves­tieren Sie in hochwer­tige Kompo­nenten und wählen Sie einen erfah­renen und vertrau­ens­wür­digen Partner, um sicher­zu­stellen, dass Ihr Speicher zuver­lässig und effizient arbeitet. 

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